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Wird die Kreisstraße 225 zum Schleichweg?

Devese/Ohlendorf Wird die Kreisstraße 225 zum Schleichweg?

Mit dem Bau der B3-Ortsumgehung um Hemmingen wird sich auch das Straßennetz rund um die neue Trasse verändern. Die Kreisstraße 225 zwischen Devese und Ohlendorf soll nun trotz Rückbau breiter als vorgesehen werden. Bürger befürchten, dass sie deshalb künftig als Schleichweg genutzt werden könnte.

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Die K225 führt von Ohlendorf (Bild) nach Devese. Im Hintergrund ist das Bürgerholz zu sehen.

Quelle: Andreas Zimmer

Devese/Ohlendorf. So sah der ursprüngliche Plan aus: Die zurzeit etwa sieben Meter breite Straße vom Gertraud-Kochanowski-Weg in Devese bis nach Ohlendorf sollte auf dem Abschnitt bis zum Galerie-Café Webstuhl, dem Waldkindergarten und dem Parkplatz für Spaziergänger im Bürgerholz auf 3 Meter zurückgebaut werden. Anschließend bis zum Ortseingang von Ohlendorf, dieser Abschnitt ist rund 800 Meter lang, sollten es 4,75 Meter sein. Im Zuge der Flurbereinigung seien nun durchgängig 4,75 Meter auf der gesamten Strecke vorgesehen, erläutert Fachbereichsleiter Axel Schedler. „Aus Sicht der Stadtverwaltung ist das ok, weil sich auf der Straße Fahrzeuge begegnen können“, sagt Schedler. Damit sei genug Platz.

Die Hemminger Bündnisgrünen hingegen kritisieren die Breite. Der Fraktionsvorsitzende Jürgen Grambeck sagt, er befürchte, dass die Strecke bei einer durchgängigen Breite von 4,75 Metern zum Schleichweg werden könnte, wenn die B3-Ortsumgehung freigegeben ist. „Und dann haben wir nichts gewonnen.“ Schon jetzt wird die K225 von vielen Fahrern als kurze Verbindung in und aus Richtung Hannover benutzt, um die oft überlastete B3 zu meiden. Grambeck fragt, wie der Anliegerverkehr später kontrolliert werden solle, wenn beispielsweise ein Fahrer aus Richtung Devese vorgibt, er wolle zum Bürgerholz, tatsächlich aber die rund 800 Meter weiter nach Ohlendorf weiterfährt.

Jürgen Grambeck räumt jedoch ein: „Es schlagen zwei Herzen in unserer Brust.“ Denn auch der landwirtschaftliche Verkehr sei zu berücksichtigen. Wenn dieser und Radfahrer auf der Straße unterwegs sind, sei die Breite von mehr als vier Metern notwendig. Der Rückbau ermögliche, dass es zwischen Ohlendorf und Devese einen Radweg gibt. „Das ist ein ganz großer Vorteil“, betont Grambeck.

Ulrike Roth, Ratsfrau der Bündnisgrünen, schlägt die volle Breite nur an einigen Stellen vor, an denen die Fahrzeuge vor anderen ausweichen können. „Je breiter eine Straße, desto mehr Verkehr herrscht auf ihr“, befürchtet sie. Nach dem ursprünglichen Plan wären rund 10.000 Quadratmeter entsiegelt worden, so steht es im Dorferneuerungsplan Ohlendorf. Nun seien es weniger, bedauern die Grünen.

Bis zum Rückbau vergehen aber noch einige Jahre. Er ist erst möglich, wenn die B3-Ortsumgehung gebaut ist, also 2019. Grambeck sagt, es gebe noch offene Fragen. So sei noch ungeklärt, wie die Kosten des Rückbaus aufgeteilt werden.

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Von Redakteur Andreas Zimmer

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