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Künstler öffnen ihr Atelier

Hemmingen-Westerfeld Künstler öffnen ihr Atelier

Im Rahmen eines Atelierspaziergangs haben Künstler am Sonntag ihre Ateliers in Hemmingen geöffnet. Fokko Brants, Dieter Christoph, Michael Zwingmann und seine Frau Kwan-Ho Yuh-Zwingmann luden die Gäste zum Besuch ihrer Werkstatt an der Straße Im Hammfeld 2 ein.

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Der Musiker Eberhard Panitz (links) und der Künstler Alexander Kühn (rechts) unterhalten sich beim Atelierbesuch mit den Kwan-Ho Yuh-Zwingmann (von links), Fakko Brants, Dieter Christoph und Michael Zwingmann, die sich an der Straße Im Hammfeld 2 in Hemmingen-Westerfeld ihre Werkstatt teilen.

Quelle: Daniel Junker

Hemmingen-Westerfeld. Im Jahr 2002 ist die Ateliergemeinschft von Alt-Laatzen in die ehemalige Autowerkstatt in Hemmingen-Westerfeld umgezogen. Zwar sind die Kulturschaffenden allesamt Hannoveraner, das Atelier nahe des Landschaftsschutzgebietes Sundern biete ihnen aber die Möglichkeit, frei und unabhängig zu arbeiten. Die Arbeitsschwerpunkte sind ganz verschieden. Die Gruppe kennt ich seit dem Studium der Freien Kunst an der Fachhochschule Hannover.

Dieter Christoph erstellt Farbbilder mit unterschiedlichen Materialien: "Ich male meist mit Ölfarbe auf Holz, Papier oder Leinwand." Stilistisch ist er keineswegs festgelegt. "Man entwickelt sich ja immer weiter." So hat er zum Beispiel auch mit Siebdrucken gearbeitet, die er bearbeitet und daraus neue Kunstwerke kreiert.

Michael Zwingmanns Material ist das Metall. Er erstellt Gußformen, die er bei Spezialfirmen mit Guss-Asphalt füllen lässt. Bei Ausstellungen hat er zum Beispiel eine Figurengruppe in der Konstellation des Sternbilds des großen Wagens aufgebaut. Inhaltlich bezieht sich Zwingmann unter anderem auf den griechischen Philosophen Platon.

Seine Frau zeigt im Atelier zwei großformatige Fotografien, die sie analog auf Film fotografiert hat. Ihr Abzüge stellt Kwan-Ho Yuh-Zwingmann im eigenen Fotolabor her. "Dort kann ich meine Bilder ähnlich wie ein Maler gestalten", sagt sie. Bei ihrem in Hemmingen ausgestellten Werk "Angespannte Ruhe" hat sie zwei Abzüge zusammengestellt: einen bewölkten Himmel und eine Nahaufnahme von Pflanzen. "Die Natur sieht harmlos aus, gleichzeitig ist sie aber auch sehr wild". Ihr Werk solle das Spannungverhältnis verdeutlichen.

Für Fokko Brants sind Steinen das Hauptarbeitsmittel. War es früher eher hartes Materialien wie Granit, ist es heute größtenteils Thüster Kalkstein. "Er ist vergleichsweise weich, das gibt mir die Möglichkeit, flexibler mit den Werkzeugen zu arbeiten." In seinen Arbeiten bezieht er sich unter anderem auf Musiker wie Miles Davis und Frank Zappa. "Es geht mir darum, Dinge darzustellen, die nicht offensichtlich sind."

Die Künstler betrachten den Atelierspaziergang als Möglichkeit, mit Gästen ins Gespräch zu kommen. Der Verkauf von Kunstwerken spiele weniger eine Rolle. "Hannover ist sowieso ein hartes Pflaster, um von der Kunst leben zu können", berichtet Brants. Deshalb arbeiten die Künstler auch anderweitig, zum Beispiel als Dozenten an verschiedenen Hochschulen.

Insgesamt beteiligten sich am Sonntag drei Hemminger Ateliers an der regionsweiten Aktion.

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Von Daniel Junker

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