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Streit um Parkplätze vor Kleingärten dauert an

Arnum Streit um Parkplätze vor Kleingärten dauert an

Die Kleingärtner zwischen Arnum und Wilkenburg wissen nicht mehr, wie sie ohne langen Fußmarsch in ihre Gärten kommen sollen. Nachdem das Land 2015 auf den einstigen Parkplätzen einen Entwässerungsgraben ausgehoben hat, sind nun an der Straße Halteverbotsschilder aufgestellt worden.

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Keine Parkmöglichkeit mehr: Die Kleingärtner dürfen nicht mehr vor ihren Gärten parken.

Arnum. Für Jürgen Nettelmann, der einige Gärten in der Kolonie verpachtet, sind die Halteverbotsschilder "pure Schikane". Wenn die rund 30 Pächter etwa eine Kiste Wasser oder schwere Säcke mit Blumenerde in ihre Gärten transportieren wollen, müssten sie dies über eine Strecke von 1,2 Kilometern mit Schubkarren tun. "Dabei müssen wir zweimal die viel befahrene Landstraße überqueren - mitsamt zwei Straßengräben", beschreibt Nettelmann die Situation. "Oder auf der Landstraße halten."

Für die Landesbehörde dienen die neuen Schilder der Sicherheit. "Das Parken auf dem Seitenstreifen ist verboten", heißt es von Seiten der Straßenmeisterei Wennigsen, die die Schilder aufgestellt hat. Da dort jedoch immer wieder vereinzelt Fahrzeuge abgestellt worden waren, seien nun an der L 389 gegenüber den Kleingärten Halteverbotsschilder aufgestellt worden.

Der Konflikt um die Parkmöglichkeiten begann im vergangenen Jahr. Nachdem 2014 viele der Gärten unter Wasser standen, hatten drei Pächterinnen eine Schadensersatzforderung an das Land gestellt, das für keinen vernünftigen Abfluss gesorgt habe. Zwar zogen die Pächterinnen ihre Forderung zurück. Doch die Straßenbaubehörde sorgte nun für Abhilfe, sperrte den Parkplatz mit 25 Stellflächen zunächst mit einer Leitplanke ab und legte dort anschließend einen Entwässerungsgraben an. Die umstrittene Fläche gehört dem Land. Parkplätze hat es darauf laut Jürgen Nettelmann bereits seit 1946 gegeben.

Seit dem Wegfall der Parkmöglichkeiten stellten immer wieder einzelne Pächter ihre Wagen auf dem gegenüberliegenden Seitenstreifen ab. Zwar sind die Kleingärten rückwärtig über den Osterbruchweg erschlossen. Doch gibt es dort nur acht Parkplätze. Außerdem haben die privaten Pächter keinen Schlüssel für das verschlossene Tor des Kleingartenvereins.

"Ältere Menschen, die nicht mehr so gut zu Fuß sind, können ihre Kleingärten kaum noch erreichen", sagt Nettelmann. Für viele Pächter sei die Situation nicht mehr tragbar. Einer habe seinen Pachtvertrag schon gekündigt, weil es keine Parkmöglichkeiten mehr gibt. Andere überlegten, es ihm gleich zu tun.

Von Stephanie Zerm

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