Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 12 ° wolkig

Navigation:
Infotafel Römerlager steht - Symposium folgt

Wilkenburg Infotafel Römerlager steht - Symposium folgt

Das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege hat an der Fundstelle des alten Römerlagers in Wilkenburg eine Informationstafel für Besucher aufgestellt. Der Landesarchäologe Henning Haßmann sprach am Sonntag am Tag des offenen Denkmals zudem über Erkenntnisse, die die Forscher bislang gewinnen konnten.

Voriger Artikel
Flügel-Akrobatik und Töne mit Chipsdeckel
Nächster Artikel
Gemeinde feiert mit fröhlichen Melodien

Enthüllen die neue Informationstafel in Wilkenburg: Werner Pollak als Legionär Pollux (von links), Henning Haßmann, Leiter der archäologischen Abteilung des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege, Robert Lehmann, Mitglied des Arbeitskreises Archäometrie an der Leibniz Universität, und Karl-Heinz Nowak, Vorsitzender des Heimatbundes Hemmingen.

Quelle: Tobias Lehmann

Wilkenburg. "Nehmen wir an, es war ein Tag im August im Jahr Eins nach Christus. Da haben rund 20.000 Römer hier auf dem Feld einen Graben ausgehoben, Brot gebacken und abends gezockt." Die Annahme des Landesarchäologen Henning Haßmann kommt der Realität vermutlich ziemlich nahe. Darauf lassen die bisherigen Forschungen auf dem rund 30 Hektar großen Gebiet schließen, dass 2015 entdeckt wurde.

Bereits 1992 hat der Luftbildarchäologe Otto Braasch Fotos von dem Feld in Wilkenburg gemacht und dazu notiert: "Römerkastell?" Haßmann sagte vor rund 70 Zuhörern in einer von drei Führungen am Sonntag: "Es war dann nur eine Art Zeltlager, doch sein Instinkt war richtig." Es gebe keinen Zweifel daran, dass es sich um ein Lager der Römer handele. "Niemand hat so gerade Gräben angelegt wie die Römer", sagte Haßmann. Die Legionäre seien dabei auch sehr effektiv gewesen. "Vermutlich hat der Aufbau des gesamten Lagers für 20.000 Mann nicht länger als eine Stunde gedauert."

Dass die Römer im offenen Feld Brot gebacken haben, lasse sich aus den Bodenunebenheiten ebenso schließen. Durch die gefundenen Münzen könne auch der Zeitraum des römischen Besuchs im heutigen Wilkenburg ungefähr eingegrenzt werden. Sie datieren aus den ersten Jahren unserer Zeitrechnung. "Die Römer haben abends meist um die Münzen gespielt", sagte Haßmann. Waffen wurden bisher keine gefunden. Einen Kampf habe es an dem Ort offenbar nicht gegeben.

Symposium: Das Landesamt, die Römer-AG Leine und die Leibniz Universität Hannover laden zu einem Symposium in Hemmingen-Westerfeld ein, um das Thema Römerlager zu vertiefen. Die Teilnehmer versammeln sich am Sonnabend, 17. September, von 11 bis 15 Uhr im Rathaus. Bis 13 Uhr sind verschiedene Vorträge geplant. Von 14 bis 15 Uhr wird eine Führung auf dem Gebiet des früheren Römerlagers in Wilkenburg angeboten. Die Teilnahme am Symposium und an der Führung ist kostenlos. Anmeldungen werden an die E-Mail-Adresse roemer-ag-leine@web.de erbeten.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Die neuen Mitglieder des Stadtrates Hemmingen

Die Bürger in Hemmingen haben bei der Kommunalwahl auch über ihren Stadtrat abgestimmt. Die Mitglieder im Überblick.

Hemmingen
doc6rmphvyvwufu7h4ok0x
C'est la vie: Stalburg-Trio überrascht im bauhof

Fotostrecke Hemmingen: C'est la vie: Stalburg-Trio überrascht im bauhof