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Bildung steht bei Landfrauen im Mittelpunkt

Hemmingen Bildung steht bei Landfrauen im Mittelpunkt

70 Jahre gibt es den heute 400 Mitglieder starken Landfrauenverein Gehrden-Ronnenberg-Hemmingen und Wennigsen und dies wurde am Freitagabend im Ratskeller Pattensen kräftig gefeiert. Die beiden Vorsitzenden Petar Grefe und Ulrike Wissel-Baumgarte begrüßten 220 Landfrauen und Gäste aus der Politik.

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Der Vorstand des Landfrauenvereins Gehrden-Ronnenberg-Hemmingen und Wennigsen mit Barbara Tiedau (von links), Irmhild Felske, Maria Otto, Petra Grefe, Petra Paland, Jutta Warmbold, Brigitte Zieseniß, Ulrike Wissel-Baumgarte, Ute Lieke und Herma Heims.

Quelle: Heidi Rabenhorst

Hemmingen. Zu den Gästen gehörten CDU-Bundestagsabgeordnete Maria Flachsbarth und die stellvertretenden Bürgermeisterinnen Eva Kiene-Stengel (Gehrden), Dorothea Pein (Ronnenberg), Doris Linkhof (Hemmingen) und Marianne Kügler (Wennigsen). Das Führungsduo der Landfrauen ließ im Wechsel die Vereins- und die Weltgeschichte der vergangenen Jahre Revue passieren. Untermalt wurde ihre Zeitreise mit der Musik der einzelnen Jahrzehnte von Akkordeonspielerin Waltraud Albrecht-Uden aus Langenhagen.

Zu den ersten Gratulanten gehörten die stellvertretende Vorsitzende des niedersächsischen Landfrauenverbandes Heike Schnepel und Hanns-Christian Seeßelberg-Buresch vom niedersächsischen Landvolk.
„Es gehört eine Menge Energie, Ideen und Arbeit dazu, wenn ein Verein, wie Ihrer auch nach so vielen Jahren noch attraktiv ist. Aber vor allem gehören Frauen dazu - Landfrauen, die sich dem Ehrenamt und der Verantwortung stellen und die Vereinsgeschicke in die Hand nehmen“, sagte Schnepel.

Sie alle seien Mitglieder einer großen Bewegung, 500 000 deutschlandweit, davon 100 000 allein in Niedersachsen, aufgeteilt auf zwei Verbände. „Gemeinsam können wir viel bewegen, das hat man inzwischen auch in der Politik gemerkt“, fügte sie hinzu.

Hanns-Christian Seeßelberg-Buresch, Vorstandsmitglied des Landvolk Kreisverbandes, hob in seinen Grußworten vor allem das Kochen mit Kindern hervor, wo die Landfrauen mit regionalen Produkten sozusagen als kulinarische Botschafterinnen fungieren. „Ich wünsche mir, dass Sie auch in Zukunft ein starker Verband bleiben und dass sie noch mehr jüngere Mitglieder gewinnen können“, sagte er.

Auch heute noch steht die Bildung der Frau im ländlichen Raum im Mittelpunkt der Aktivitäten des vor 70 Jahren mit 60 Mitglieder im Ronnenberger Gasthaus Eckel gegründeten Vereins. „Dabei handelt es sich bei den meisten der 400 Mitglieder nicht mehr um Frauen, die im landwirtschaftlichen Bereich tätig sind, sondern um auf dem Land lebende Frauen aus allen beruflichen Bereichen. Wir haben und ständig weiter entwickelt und sind mit der Zeit gegangen“, betonte Petra Grefe.

Entsprechend habe sich auch das Angebot der Vorträge und Seminare geändert. Nicht mehr die Produktion landwirtschaftlicher Güter stehe im Mittelpunkt, sondern Bildung über den ländlichen Horizont hinaus. Vorträge mit Themen aus der Gesellschafts- und Sozialpolitik, Kultur und Gesundheit sowie informative Reiseberichte haben die Landfrauen heute auf ihrem Programm.

Sie machen durch Informationsstände, Kochen für Kinder, Flüchtlinge und Migranten sowie Gartensträußeverkauf auf sich aufmerksam. Vortragsveranstaltungen, Seminare, Besichtigungen und Reisen stehen auf dem abwechslungsreichen Programm. „Heute gibt es nur noch wenige Bäuerinnen in unserem Verein. Wir sind ein Verein für alle Frauen im ländlichen Raum. Für die Zukunft wünschen wir uns bessere Rahmenbedingungen, um Familie, Beruf und ehrenamtliches Engagement besser vereinbaren zu können“, betonte Grefe.

Nach dem Essen lauschten die Gäste dem Vortrag der Motivationstrainerin Beate Recker aus Wetschen. Sie ging nach ihrer Begrüßung direkt auf die Landfrauen zu und lobte deren unermüdlichen Einsatz für die Gesellschaft. „Landfrauen sind frech, wild und wunderbar. Sie haben verrückte Ideen, denken großartig, glauben an Ideen und schaffen Unmögliches. Landfrauen sind nicht perfekt, sondern brillant“, so ihr persönliches Bild aller Landfrauenmitglieder in Deutschland.

Der Jubiläumsabend endete nach vier Stunden mit einer großen Tombola, bei dem es rund 500 attraktive Preise zu gewinnen gab, die Geschäfte, Gastronomiebetriebe und anderen Institutionen aus dem Einzugsgebiet des Vereins gespendet hatten. Der Erlös geht je zur Hälfte an das Hospiz Löwenherz in Syke und an die Gruppe Kochen mit Kindern vom Kreisverband in Hannover.

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Von Heidi Rabenhorst

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