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Vom Propst, Petersdom und Pokémon-Hype

Arnum Vom Propst, Petersdom und Pokémon-Hype

Wie macht er das nur? Zu den ökumenischen Sommerandachten holt der Vorbereitungskreis mit Mitgliedern des Fördervereins der Wehrkapelle und der katholische Kirchengemeinde hohe Würdenträger nach Arnum - und immer bei bestem Wetter wie am Dienstagabend bei Sonnenschein und 28 Grad.

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Propst Martin Tenge spricht von der Kanzel, dazu wurde er vom Förderverein eingeladen, zu den Besuchern der ökumenischen Andacht in der Arnumer Kapelle.Kapelle

Quelle: Andreas Zimmer

Arnum. Nach Landesbischof Ralf Meister vor einem Jahr also nun Propst Martin Tenge, oberster Katholik in der Region Hannover. Er feierte seine erste Andacht in der Kapelle an der B3 und stellte das besondere Ambiente des mehr als 600 Jahre alten Gotteshauses heraus. Das hat Tenge nicht alle Tage: Der Petersdom ist ganz in der Nähe – hier allerdings ein Lokal im alten Feuerwehrhaus.

Etwa 30 Besucher hatten in der Kapelle Platz genommen, nachdem mit dem Verschließen der Tür der Verkehrslärm auf der B3 etwas gedämmt werden konnte. Die Spieler von Pokémon Go waren da schon fort. Sie suchen zurzeit das Kapellengrundstück auf, weil sich dort eine virtuelle Arena befindet.

Von der reellen Empore hingegen schallten – nein, nicht Orgelklänge. Es sei schwierig in der Ferienzeit Orgelspieler zu finden, sagte Susanne Lesinski, kommissarische Vorsitzende des Fördervereins. Drei Bläser sprangen ein: Heinrich Lesinski aus Arnum, Constantin Schiedat aus Hannover und Margret Wellner aus Pattensen. Sie begleiteten die etwa halbstündige Andacht zum Thema Barmherzigkeit, in der Maria Magdalena gleich mehrfach eine Rolle spielte. Nicht nur wegen der gleichnamigen Kapelle und ihrem Namenstag, der in diese Woche fällt. In der Lesung, vorgetragen von Bernhard Fedder, wurde von der Auferstehung Jesu berichtet, deren Zeugin Maria Magdalena war. Anlass für die Andacht war das von Papst Franziskus ausgerufene Jahr der Barmherzigkeit. Propst Tenge sagte, dass Barmherzigkeit bedeute, nicht nur das Handeln der Menschen zu bewerten, sondern auch, was sie in ihrem Herzen bewegt.

In den Fürbitten formulierten die Besucher unter anderem, die Welt vor dem Terror zu befreien und die Gemeinsamkeiten in den Konfessionen zu stärken. So war es denn auch das Thema Ökumene und die eigene christliche Identität, die bei den Gesprächen zwischen Tenge und Besuchern der anschließenden Begegnung auf dem Kapellenhof im Vordergrund stand. Etwa eine Stunde verweilten die Gäste und kosteten das vom Förderverein selbst hergestellte Maria-Magdalena-Gebäck, das im Backbuch unter dem Stichwort Florentiner zu finden ist.

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