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Medienplan: 10 Punkte, die Sie wissen sollten

Hemmingen Medienplan: 10 Punkte, die Sie wissen sollten

Investieren ja, aber wann in welchem Umfang? Vor dieser Frage steht der Rat der Stadt in seiner Sitzung am Donnerstag beim Votum zum Medienentwicklungsplan für die drei Hemminger Grundschulen und die KGS. Dabei dreht es sich vor allem um neue Hard- und Software. Die Leine-Nachrichten klammern das Thema in zehn Punkten.

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Ein Lehrer schreibt auf einem Whiteboard, einer elektronischen Unterrichtstafel.   

Quelle: Bengsch/Archiv

Hemmingen. 1   Die Verwaltung will den Medienentwicklungsplan, den ersten in Hemmingen überhaupt, gern bis 2019 festzurren. Das bedeutet: jährliche Investitionen von 95.500 Euro schon ab diesem Jahr und jährliche Kosten für Wartung und technische Unterstützung von 20.800 Euro ab 2016. Die 50.000 Euro, die bereits im aktuellen Haushalt stehen, sollen für den WLAN-Ausbau in der KGS verwendet werden, damit dort ein drahtloser Zugang ins Internet möglich ist.

2   Der Politik gehen die Verwaltungsvorschläge zu weit. Der Bildungsausschuss konnte sich zwar zu keiner konkreten Empfehlung durchringen. Der Verwaltungsausschuss jedoch hat in seiner Sitzung vergangene Woche klar gemacht, dass zunächst nur die 50.000 Euro für den WLAN-Ausbau ausgegeben werden sollen. Alles Weitere sei später zu regeln.

Das Thema beinhaltet naturgemäß Konfliktstoff über die richtige pädagogische Linie. So streitet zum Beispiel die CDU die Bedeutung der neuen Medien nicht ab. „Aber es ist ja nicht so, dass es an den Schulen nichts gibt“, sagt Svanburga von Alten-Rilinger, Mitglied im Bildungsausschuss. Überhaupt werde „mit richtig guten Lehrern“ immer noch am besten gelernt. Die SPD hingegen verweist auf Lehrpläne, nach denen Schüler mit Computern und anderen Geräten arbeiten. KGS-Leiter Dieter Driller-van Loo sagt, zurzeit gebe es eine „Minimalausstattung“, um das Abitur machen zu können. Bürgermeister Claus Schacht macht deutlich, dass die Schüler sicher auch ohne EDV das Abitur bestehen. „Doch danach haben sie ein Problem“, sagt er im Hinblick auf die Anforderungen unter anderem in Universitäten und in der Berufswelt. Julian Terrero Gelhaus von der Schülervertretung spricht von einer „wertvollen und nachhaltigen Erfahrung“, mit Geräten wie Laptops, Beamer und interaktiven Whiteboards, also elektronische Unterrichtstafeln, zu arbeiten.

4   Zurzeit haben die Schulen ein Budget, aus dem sie Medien und die entsprechenden Geräte zahlen. Das Geld aber reicht oft nicht, deshalb stellen die Schulen Anträge, vor allem für den Kauf von Whiteboards.

5   Momentan kümmert sich ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung um jeden Rechner in den Schulen und installiert beispielsweise neue Programme. Künftig sollen Updates über eine Netzwerksoftware eingespielt werden.

6   Die meisten Rechner in den Schulen sind mittlerweile älter als fünf Jahre.

7   Der Medienentwicklungsplan wurde von einer Beratungsfirma aus Leverkusen in Abstimmung mit den Schulen erstellt. Er ist kein Fünf-Jahres-Plan, der, wenn er erfüllt ist, die Stadt für lange Zeit danach von weiteren Ausgaben verschont. Nicht nur Computerexperten sehen es so, dass nach fünf Jahren viele Rechner und Programme veraltet sind und ausgetauscht werden müssen. Bürgermeister Claus Schacht spricht von einem „ewigen“ Plan.

8 Sollte der Medienentwicklungsplan verwirklicht werden, wie ihn sich die Verwaltung vorstellt, werden die Budgets der Schulen um jährlich 3800 Euro gekürzt.

9 Der Kauf neuer Geräte und Programme soll mit entsprechenden Lehrerfortbildungen einhergehen.

10 Ein Vergleich, wie die Schulen in der Region aufgestellt sind, ist laut Stadtverwaltung nicht möglich. Allein in Hemmingen sind schon die Grundschulen auf einem unterschiedlichen technischen Stand.

Von Andreas Zimmer

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