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Ministerin will Dialog über Römerlager

Wilkenburg Ministerin will Dialog über Römerlager

Niedersachsens Kulturministerin Gabriele Heinen-Kljajic will einen großangelegten Dialog in Gang bringen, um über die Zukunft des bei Wilkenburg entdeckten Römerlagers zu entscheiden. „Wir holen die Beteiligten an einen Tisch“, sagt die Ministerin.

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Interessierte sehen sich eine Informationstafel neben der Ausgrabungsstelle des Römerlagers in Wilkenburg an.

Quelle: Peter Steffen

Wilkenburg. In Gesprächen mit der Region, dem Landesamt für Denkmalpflege und Archäologen solle noch in diesem Monat ausgelotet werden, ob die Firma Holcim auf dem Gelände Kies abbauen darf. Für den Fall des Kiesabbaus hat das Ministerium bereits Auflagen formuliert. So müsste Holcim in diesem Fall eine sogenannte Veranlassergrabung finanzieren, bei der das rund 30 Hektar große Areal zuvor wissenschaftlich untersucht wird.

Der Hemminger CDU-Fraktionsvorsitzende Ulff Konze begrüßt die Initiative des Ministeriums. „Sie ist allerdings überfällig“, merkte er an. „Wichtig ist, dass die Einschätzung der Region Hannover jetzt korrigiert wird.“ Die Region wies im Dezember 2016 darauf hin, dass es in Europa eine Reihe ähnlicher Römerlager gebe. Der Fund in Wilkenburg reiche nicht aus, um eine Auskiesung zu untersagen, hieß es. Als untere Denkmalschutzbehörde ist die Region für den Gesetzesvollzug zuständig. Sie müsse zwischen dem Bodendenkmal und anderen Belangen wie zum Beispiel Naturschutz und das Bereitstellen von Rohstoffen abwägen, teilte das Ministerium am Dienstag mit.

Das Römerlager in Wilkenburg ist am Mittwoch, 8. Februar, Thema im Kestner-Museum am Trammplatz in Hannover. Friedrich-Wilhelm Wulf, Archäologe im Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege, berichtet über den aktuellen Stand der Diskussion um die Fundstätte, auf deren Gelände Kies abgebaut werden soll. Er stellt neue keltische und römische Fundmünzen vor sowie
besondere archäologische Fundstücke und spricht über deren Datierung. Zu dem Vortrag ab 18.30 Uhr lädt die Numismatische
Gesellschaft zu Hannover ein. Der Eintritt ist für Mitglieder kostenlos, alle anderen zahlen 5 Euro.

Von Simon Benne und Andreas Zimmer

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