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200 Ritter und Wikinger kampieren im Freibad

Arnum 200 Ritter und Wikinger kampieren im Freibad

Am Osterwochenende hat sich das Arnumer Freibad in einen mittelalterlichen Marktplatz verwandelt. An 27 Ständen können Besucher bis Montagabend mittelalterliche Waren, Speisen und Getränke erstehen. Auf dem Gelände haben außerdem zahlreiche Ritter, Edelleute und Wikinger ihre Zelte aufgeschlagen.

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Kunst- und Klingenschmied Sören Binger aus Kankelau in Schleswig-Holstein stellt auf dem Markt mittelalterliche Töpfe und Pfannen her.

Quelle: Stephanie Zerm

Arnum. Judith Willmer ist eigentlich Physiotherapeutin. Doch an den Wochenenden verwandelt sie sich in die Wikingerfrau Ylvy, lebt in einem Zelt und schläft auf Fellen. "So kann man Abstand vom Alltag gewinnen und ist entschleunigt", sagt die Pinnebergerin. "Denn im Lager gibt es keinen Zeitdruck. Wir verzichten auf Handys, Uhren und Fernsehen."

So wie sie haben am Osterwochenende rund 200 Mittelalterfans aus ganz Deutschland als Ritter, Knappen und Edelleute in einem Heerlager im Arnumer Freibad kampiert. "Durch den dicken Zeltstoff ist das auch bei den kühleren Temperaturen recht angenehm", erklärt Daniel Schreiner, der extra aus Bayern zum mittelalterlichen Osterspektakel nach Arnum gekommen ist. Um sich zu erfrischen nutzen die Mittelalterfans die Duschen im Freibad. "Oder kaltes Wasser aus dem Eimer", wie Bogenschütze Olaf Kobbe schmunzelnd erklärt. In seinem anderen Leben arbeitet er als Garten- und Landschaftsbauer.

Auf dem Marktplatz bieten Händler und Handwerker ihre Waren an: Von selbst gemachtem Schmuck über Äxte, Kräutertees, und Kuhhörnern gibt es dort alles, was das mittelalterliche Herz begehrt. In der Taverne von "Helmuth dem Guthmütigen" können sich Burgfräulein mit ihren Begleitern bei Spanferkel und Met stärken, die nach alten Rezepturen zubereitet worden sind.

Für die musikalische Unterhaltung sorgten unter anderem "Ereol der Wegelaberer" und "Sintram der Barde" mit ihren Rauf- und Trinkliedern. Die Band "NaeBorra" spielte auf alt-schottische Art auf Bagpipes.

Wie bereits 2016 verblüfft auch dieses Jahr der holländische Zauberer Robert Blake die Gäste mit seinen Tricks. Wer will, kann sich außerdem traditionelle Ritterkämpfe ansehen oder das Bogenschießen erlernen. 

Kinder können eine Knappenschule besuchen, sich schminken lassen oder mittelalterliche Körbe basteln. Am Ostersonntag konnten Jungen und Mädchen außerdem auf dem Gelände Ostereier suchen.

Am Samstag und Sonntag endete das Spektakel gegen 22 Uhr mit einer großen Feuershow. Am Montag beendet Herold Sir Kitty dann gegen 18 Uhr den mittelalterlichen Markt.

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Von Stephanie Zerm

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