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Beim neuen Musical soll jeder Ton sitzen

Hemmingen-Westerfeld Beim neuen Musical soll jeder Ton sitzen

Die Musikschule Hemmingen probt für ein neues Musical. An der überarbeiteten Version von „Piratissimo“ wirken rund 100 Kinder mit, darunter auch mehrere Flüchtlinge. Vor Kurzem haben die Bühnenproben für das Stück begonnen.

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Bei den Proben ist höchste Konzentration angesagt.

Quelle: Stephanie Zerm

Hemmingen-Westerfeld. "Du musst etwas lauter sprechen. Und dreh dich zum Publikum um". Martina Zimmermann steht hinter ihrem Notenständer und hat für die jungen Musicaldarsteller etliche Verbesserungsvorschläge parat. 65 Jungen und Mädchen stehen zum ersten Mal auf der Bühne der KGS und sollen ihre Text- und Musikpassagen vortragen. Die jüngsten von ihnen sind sechs Jahre alt. Dabei müssen Gestik und Mimik stimmen, die Einsätze genau zueinander passen.

"Es gibt noch viel zu tun. Aber ich bin sicher, zusammen schaffen wir das", sagt die Musikschulleiterin. "Bis zur Aufführung des Stückes im April ist zum Glück noch etwas Zeit."

Bereits im Oktober haben sich die Teilnehmer des Musicals erstmals zum Proben getroffen. Seitdem haben sie in Einzelgruppen geübt. Nun stehen erstmals alle zusammen im Forum der KGS und warten auf ihren Einsatz. Erst sind die Afrikaner und Piraten dran. Denn in dem Stück stehlen Piraten gleich in mehreren Ländern den Bewohnern die Töne - und ohne diese können sie weder singen und tanzen noch Musik machen. Schließlich aber gelingt es Kindern aus mehreren Ländern, sich auf das Schiff der Piraten zu schleichen und nach vielen Abenteuern die gestohlenen Töne zurückzubringen.

Geschrieben wurde das Musical, das ein gemeinsames Projekt der Musikschule Hemmingen, der KGS und der Jugendpflege ist, von Martina Zimmermann und den Musikschullehrern Laszlo Gulyas und Stephan Pietsch. Erstmals wurde es im Jahr 2000 aufgeführt. Damals begeisterte das Musical mehr als 1000 Zuschauer. 

Das Besondere an der aktualisierten Fassung: An dem Musical wirken erstmals mehrere Flüchtlinge mit. Dazu passend spielt es nun statt in Ländern wie Ungarn und Japan unter anderem in Afrika und Syrien.

Ein syrisches Ehepaar hat dazu mit den Jungen und Mädchen einen Tanz und ein Lied aus ihrer Heimat eingeübt. Neben den 65 Darstellern wirken rund weitere 30 Kinder im Orchester mit.

Gefördert wird das Musical vom Projekt "Kultur macht stark – Bündnisse für Bildung" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung sowie von der Bürgerstiftung. Außerdem wurde es vom Bundesverband Deutscher Musikschulen für den BKM Preis für kulturelle Bildung vorgeschlagen. Mit dem Preis zeichnet die Kulturstaatsministerin seit 2009 beispielhafte Projekte der kulturellen Vermittlung aus.

Aufgeführt wird das Stück am 1. April ab 11.30 und 17.30 Uhr sowie am 2. April ab 15 Uhr im KGS-Forum.

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Von Stephanie Zerm

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