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Naturfreunde lassen sich Baumschnitt erklären

Wilkenburg/Harkenbleck Naturfreunde lassen sich Baumschnitt erklären

Bei einer Exkursion am Obstlehrpfad zwischen Wilkenburg und Harkenbleck hat Joachim Steinmetz von der Bürgerstiftung Naturfreunden am Sonnabend erklärt, wie Bäume richtig beschnitten werden. Mit dem Ausflug ins Grüne will Steinmetz das Interesse am Obst im eigenen Garten fördern.

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Joachim Steinmetz von der Bürgerstiftung Hemmingen erklärt den Teilnehmern bei der Führung am Obstlehrpfad zwischen Wilkenburg und Hemmingen, wie und wann Bäume am besten beschnitten werden. JunkerObstlehrpfad

Quelle: Daniel Junker

Wilkenburg/Harkenbleck. "Der Vorteil am Sommerschnitt ist, dass die Wunden an den Bäumen viel besser verheilen, insbesondere größere Wunden", erklärte Steinmetz dem halben Dutzend Interessierter. "Pflaumen, Kirschen und Walnussbäume sollten Sie im Frühjahr am besten gar nicht nicht anrühren." Ein Vorteil des Sommerschnitts sei zudem, dass die Gärtner ihn gleich mit der Ernte kombinieren können.

Anhand einer Grafik brachte Steinmetz den Teilnehmern zum Beispiel den so genannten Öschbergschnitt nahe, der den idealen Aufbau eines Obstbaumes beschreibt. An einem Apfelbaum der Sorte Cox Orange fehle zum Beispiel eine Stammverlängerung - der Baum wächst eher in die Breite. Indem Steinmetz konkurrierende Äste entfernte, legte er einen der nach oben wachsenden Äste so frei, dass er genügend Sonne bekommt und gut nach oben wachsen kann. "Die Grundregel beim Beschnitt ist aber, dass man dem Baum keine allzu großen Wunden zufügt." Tatsächlich könne man mit dem Baumschnitt experimentieren, fügt er an. Er selbst habe sich ein Kartei angelegt, bei der er die einzelnen Schritte des Beschnitts am Obstlehrpfad aufgeschrieben hat. Jeden Baum hat er mit einer Nummer versehen.

Mit seinen Exkursionen will Steinmetz, der sich für die Bürgerstiftung ehrenamtlich für den Lehrpfad engagiert, das Interesse am Obst und auch an der Ernährung schüren. "Ich kann nicht verstehen, warum es in vielen Neubaugebieten kaum Obstbäume in den Gärten gibt. Denn hier weiß man ganz genau, wie die Früchte behandelt wurden." Zudem hofft er darauf, dass sich einige Teilnehmer später an der Baumpflege am Obstlehrpfad beteiligen. An vielen Orten entstünden Streuobstwiesen, um den Lehrpfad zwischen Wilkenburg und Harkenbleck habe sich aber jahrelang niemand so richtig gekümmert. "Meiner Meinung nach sollte man bereits Vorhandenes erhalten." Früher habe der Heimatbund das Projekt betreut, viele Mitglieder seien dafür aber mittlerweile zu alt.

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Von Daniel Junker

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