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Lehrpfad soll erneuert werden

Harkenbleck/Wilkenburg Lehrpfad soll erneuert werden

Vom Winterglockenapfel über die Birnensorte Gute Luise bis zur Hauszwetschge: Die Bürgerstiftung Hemmingen möchte den etwa 25 Jahren alten Obstbaumlehrpfad zwischen Wilkenburg und Harkenbleck instand setzen. Alle Hemminger sind aufgerufen, ihre Gärten nach alten und seltenen Obstsorten abzugehen.

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Das Schild, das auf den Winter
glockenapfelbaum hinweist, hat sich ein wenig aus seiner Halterung gelöst.

Quelle: Andreas Zimmer

Hemmingen. Der Obstbaumlehrpfad an der Kreisstraße 222 hat schon bessere Tage gesehen. Von den einst mehr als 50 Informationstafeln hängen nur noch rund 20, erläutert Joachim Steinmetz, der das Instandsetzungsprojekt koordiniert. Bei etwa einem Viertel der Tafeln seien mittlerweile die Bäume abgestorben, andere Bäume seien zugewuchert. Das soll sich ändern. „Wir wollen die Vielfalt alter Obstsorten wieder zeigen“, sagt Steinmetz. „Spannend sind vor allem verschollene Sorten, die heute gar nicht mehr erkannt werden können, weil die Kenntnis darüber verloren gegangen ist.“

Ein Harkenblecker Fischzuchtbetrieb und der Hemminger Heimatbund hatten den Lehrpfad seinerzeit angelegt. Seit einigen Jahren ist der Pfad Steinmetz zufolge weitestgehend sich selbst überlassen worden. Dabei ist er eine Station des Hemminger Landwirtschaftspfades, der komplett durch die Stadt führt. In der Broschüre steht aber schon „ehemaliger“ Lehrpfad. Die Bürgerstiftung will nun erhalten, was noch zu retten ist, und alte Obstsorten mit regionalem Bezug nachpflanzen. Dafür sollen die Hemminger in ihren Gärten nachsehen, ob sie eine Rarität ihr Eigen nennen (siehe Kasten). Mindestens 50 Jahre alt sollten die Bäume sein. Solche zu finden, sei nicht leicht, sagt Steinmetz. Er habe beobachtet, dass viele Obstbäume durch falschen Schnitt beschädigt worden seien und schon deswegen gar nicht auf das Alter kämen. Zudem seien die Mehrheit der heutigen Obstbäume bestimmte Sorten aus Baumschulen. Alte Unterlagen über den Lehrpfad gebe es nicht mehr.

Für die Instandsetzung des Pfades veranschlagt die Stiftung etwa fünf Jahre. Nur mit ehrenamtlicher Tätigkeit werde dies nicht zu schaffen sein, sagt Steinmetz. Firmen müssten einige Arbeiten erledigen. Details wird Steinmetz am Sonnabend, 19. September, 15.30 Uhr, am Lehrpfad erörtern.

Hemminger sollen mithelfen

Hemminger, die Interesse an der Bestimmung von Obstsorten haben, können zehn ausgereifte Früchte bei Joachim Steinmetz abgeben. Er wohnt Am Damm 7 in Wilkenburg. Falls niemand zu Hause sei, sollten die Früchte in einer Tüte vor der Tür abgestellt werden, erläutert Steinmetz. Name, Anschrift, Telefonnummer und gegebenenfalls die E-Mail-Adresse sowie möglichst ein Foto des Baumes und weitere nützliche Angaben sollen nicht fehlen. Steinmetz ist unter Telefon (0172) 1772740 zu erreichen. Der Wilkenburger will die Äpfel einem Experten in Bielefeld geben, der die Obstsorten bestimmt. Steinmetz sagt, er habe jetzt erfahren, dass drei Apfelsorten nach Wilkenburg benannt sind. Über einen englischen Handel orderte er bereits die Sorte Wilkenburger Herbstrenette. Es gibt aber auch Wilkenburger Währapfel und Wilkenburger Zitronenrenette. 

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