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Oma macht Clownsausbildung

Arnum Oma macht Clownsausbildung

Wenn andere mit ihren Enkelkindern spielen, übt die Arnumerin Ulrike Lüke-Rosendahl Clownsnummern. Mehrmals im Monat verwandelt sich die 68-Jährige von einer fürsorglichen Großmutter in den naiven Clown Rosa Rasanta.

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Mit roter Pappnase und bunter Kittelschürze verwandelt sich die Arnumerin Ulrike Lüke-Rosendahl (rechts) auf der Bühne in den Clown Rosa Rasanta.

Quelle: Susanne Stiller

Hemmingen. Dann kämpft sie mit roter Pappnase und in bunt geblümter Kittelschürze mit widerspenstiger Unterwäsche und Wäscheständern, sinniert über das Bügeln oder steckt ihren Claim an einem imaginären Strand ab.

Vor zehn Jahren hat die pensionierte Lehrerin des Laatzener Erich-Kästner-Schulzentrums an der Hannoverschen Berufsfachschule für Clowns (TuT) eine Ausbildung zum Clown absolviert. „Als ich ein Jahr zuvor eine Abschlussaufführung der Schule gesehen hatte, war ich so begeistert, dass ich das unbedingt auch machen wollte“, berichtet sie. Als die Einrichtung dann erstmals eine Clownsausbildung für Menschen über 50 Jahren anbot, ergriff Lüke-Rosendahl die Gelegenheit. Gemeinsam mit 15 weiteren Männern und Frauen lernte sie eineinhalb Jahre lang an drei bis vier Tagen im Monat, in die Rolle eines Clowns zu schlüpfen.

„Für mich ist das ein lustvoller Ausgleich zum Alltag“, sagt die 68-Jährige. Denn als Ulrike Lüke-Rosendahl möchte sie immer alles perfekt machen. Als Rosa Rasanta ist sie ein typischer Rotnasenclown und scheitert immer fröhlich.

Seit dem Abschluss ihrer Ausbildung 2007 ist die siebenfache Großmutter regelmäßig mit ihren ehemaligen Clowns-Mitschülern aufgetreten. „Wir waren alle so begeistert, dass wir eine eigene Show auf die Bühne stellen wollten.“ Seitdem haben die Senioren zahlreiche Auftritte absolviert und Tourneen nach Marburg, Kassel, Bremen und Braunschweig unternommen.

In ihrem Bühnenprogramm zeigen die Clowns 50 plus Szenen aus dem Alltag. Ihre Nummern und Figuren entwickeln sie selbst. Das älteste Mitglied der Truppe ist 84 Jahre alt, das jüngste Mitte 50. „An einer guten Nummer arbeitet man mindestens ein Jahr lang“, berichtet Lüke-Rosendahl. Dabei lerne man, die Welt aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten und Dinge nicht mehr so ernst zu nehmen.

Nach zehn Jahren auf der Bühne tritt die Truppe Ende Februar zum letzten Mal gemeinsam auf. Für Lüke-Rosendahl bedeutet das jedoch noch lange nicht das Aus. „Ich möchte noch weiter Menschen zum Lachen bringen“, sagt sie. Daher tritt sie ab April mit ihrer lustigen Kollegin Else Säuberle (Heiderose Schweikart) und der Akkordeonspielerin Katja Grunder als Trio auf.

Vier Auftritte in Hannover

Wer Ulrike Lüke-Rosendahl als Rosa Rasanta erleben will, hat dazu am Freitag, 19., Sonnabend, 20., und Sonntag, 21. Februar, in der Hinterbühne in der Hannoverschen Südstadt, Hildesheimer Straße 39, Gelegenheit dazu. Dort tritt sie zum letzten Mal gemeinsam mit den Clowns 50 plus auf. Karten gibt es auf die-hinterbuehne.de, unter Telefon (0511) 3506070 oder an der Abendkasse. Am Freitag, 22. April, steht die 68-Jährige dann mit Else Säuberle und Katja Grunder in der Werkstatt Galerie Calenberg an der Kommandanturstraße 7 in Hannover auf der Bühne. Karten für diesen Auftritt gibt es auf wgc-theater.de und unter Telefon (0511) 59090560.

Von Stephanie Zerm

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