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Viele Gäste am Tag der Orgel im Betrieb Hammer

Hiddestorf Viele Gäste am Tag der Orgel im Betrieb Hammer

Zahlreiche Gäste haben zum Deutschen Tag der Orgel am Sonntag die Orgelbauwerkstatt Emil Hammer in Hiddestorf besucht. Es war der einzige Betrieb in der Region, der seine Werkstatt öffnete. Die Mitarbeiter informierten über die Geschichte des Unternehmens und beschrieben die Besonderheiten ihres Berufes.

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Orgelbauer Eckhard Lobisch führt ein Instrument im Bau vor.

Quelle: Tobias Lehmann

Hiddestorf. Die Kosten für eine Orgel liegen bei rund 20.000 Euro. Das kann sich jedoch deutlich steigern. "Einige wünschen sich zum Beispiel, dass die Tastatur aus Mammut-Stoßzähnen gebaut wird. Solche besonderen Wünsche lassen den Preis steigen", erläuterte Orgelbauer Eckhard Lobisch. Das Material dafür werde aus Sibirien geliefert. "Dort gibt es zahlreiche im Eis eingefrorene Mammutherden", sagt er. Auch die Art des verwendeten Holzes - etwa Kiefer, Eiche oder Palisander - spiele beim Preis eine Rolle.

Lobisch ist einer von sechs Orgelbauern, die bei dem Unternehmen E. Hammer Orgelbau beschäftigt sind. Die Auftragslage zurzeit sei gut. So werde unter anderem gerade eine Orgel für die Katharina von Bora-Kirchengemeinde in Hildesheim-Itzum gebaut.

Seit 2015 gehört der Beruf des Orgelbauern zum immateriellen Kulturerbe der Unesco. In Deutschland hat der Beruf sogar eine besondere Tradition. "In Ludwigsburg bei Stuttgart ist die europaweit einzige Schule für Orgel- und Harmoniumbau", sagte Lobisch. Die Ausbildung für den Beruf dauere 3,5 Jahre. Musikalisches Talent sei dafür nicht nötig. Lobisch sagte, er sehe sich in erster Linie als Handwerker. Das Instrument werde erst nach dem Bau gestimmt, wenn die Orgel in das jeweilige Gebäude kommt. "In der heutigen Zeit sind das fast ausschließlich Kirchen."

Da das Geld auch in den Kirchengemeinden knapp sei, werde immer häufiger auf einen Neubau der Orgel verzichtet und die vorhandene restauriert. Teilweise handele es sich dabei um Orgeln aus dem 18. Jahrhundert. "Es ist Teil unseres Berufs, dass wir die verschiedenen Arbeitstechniken der vergangenen Jahrhunderte kennen und auch beherrschen müssen", erläuterte Lobisch.

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