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Arnumer Gemeinde stimmt für die Zukunft

Arnum Arnumer Gemeinde stimmt für die Zukunft

Der Arnumer Ottmar Sturm hat zum 25-jährigen Bestehen der Friedenskirche seine Chronik über die Entstehung der Gemeinde in den Jahren von 1958 bis 1969 überarbeitet. Er berichtet unter anderem über die Ablösung von der Kirchengemeinde Wilkenburg und den Neubau des Gemeindehauses.

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Die Geschichte der Friedensgemeinde in Arnum reicht bis in die sechziger Jahren zurück.

Quelle: Tobias Lehmann

Arnum. Bevor die Friedenskirchengemeinde offiziell selbstständig wurde, gab es zahlreiche Widerstände zu überwinden. "Doch die Arnumer hatten Rückgrat und eisernen Willen. Sie konnten auch bemerkenswert schlitzohrig sein." So beschreibt es Ottmar Sturm, der seit 1979 in Arnum lebt, in seiner jetzt überarbeiteten Chronik mit dem Titel "Arnum ist selbstständig!".

Arnum gehörte über mehrere Jahrhunderte zur Kirchengemeinde Wilkenburg. Allerdings gab es in der Ortschaft bereits seit 1849 einen eigenen Kapellenvorstand. In einem Protokoll einer Sitzung im April 1958 wird laut der Chronik erstmals über eine "bessere kirchliche Versorgung Arnums" gesprochen. Grund dafür war die steigende Bevölkerungszahl. In der Zeit von 1950 bis 1969 wuchs die Zahl der Einwohner von 1238 auf 4377. Die meisten gehörten dem christlichen Glauben an. Doch in der Kapelle in Arnum war lediglich Platz für 50 Gäste.

Ende 1960 wandte sich der Kapellenvorstand in Arnum an den Kirchenvorstand in Wilkenburg und erläuterte seine Pläne, ein Kirchengrundstück auszuweisen. Im April 1961 fasste der Kapellenvorstand den Beschluss, einen Kirchbauverein zu gründen. Dieser sollte sich in den folgenden Jahren um den Kauf eines Grundstücks und den Bau eines Gemeindehauses bemühen. Der Kauf des mehr als 5000 Quadratmeter großen Grundstücks an der Bockstraße, auf dem heute das Gemeindehaus und die Friedenskirche stehen, wurde im Januar 1964 abgeschlossen.

Sturm weist jedoch darauf hin, dass die Katholiken die erste feste Kirche in Arnum bereits 1961 gebaut haben: Die Herz-Maria-Kirche am Pattenser Feldweg. Die Kirche wurde 2008 profaniert und anschließend von der Stadt Hemmingen gekauft. Die Stadt errichtete dort eine Kinderkrippe.

Der erste eigene Pastor in Arnum wurde im Oktober 1966 eingestellt. Es handelte sich um Peter Engel, der das Amt bis 1972 ausübte. Die Grundsteinlegung des Gemeindehauses war im Oktober 1967. Dort ließ Engel auch eine Kapsel einmauern, in der unter anderem Ausgaben der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung und der Hannoverschen Presse eingeschlossen wurden.

Engel ließ die Arnumer Christen auch über den künftigen Namen der Gemeinde abstimmen. Die Mehrheit entschied sich für "Friedensgemeinde". Der Vorschlag Corvinuskirche unterlag nur mit wenigen Stimmen. Engel lobte, dass der gewählte Name nicht in die Vergangenheit, sondern in die Zukunft weist. "Der Frieden liegt vor uns. Er will jeden Tag, jedes Jahr und jedes Jahrhundert neu gesucht, erstritten und gefunden werden", sagte er. Am 1. Januar 1969 war es dann soweit. Das Landeskirchenamt verfügte, dass die Kapellengemeinde Arnum aus dem Verband der Kirchengemeinde Wilkenburg "ausgegliedert und in eine neue Kirchengemeinde umgewandelt" wird.

Sturm plant, seine Chronik fortzusetzen. Der zweite Teil soll in Kürze erscheinen. Der erste Teil der Chronik kann für 8 Euro im Gemeindebüro an der Bockstraße sowie bei Schreib Gut(h) und im Buch Handels Kontor an der Göttinger Straße erworben werden.

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Ottmar Sturm hat für die Erstellung seiner Chronik zahlreiche Unterlagen gesichtet.

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