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Partnerstädte loben Flüchtlingsarbeit

Hemmingen Partnerstädte loben Flüchtlingsarbeit

Bei einer Podiumsdiskussion zum Abschluss der Festwoche „Integration gelingt vor Ort – Hemmingen für alle und alle für Europa“ verglichen die Teilnehmer aus Frankreich, Polen und Schottland die Situation in ihren Heimatstädten mit der Hemmingens und zogen ein Fazit zu der ereignisreichen Woche.

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In der KGS kamen die Gruppen aus Deutschland, Frankreich, Polen und Schottland zu einer Podiumsdiskussion zusammen.

Quelle: Johanna Kruse

Hemmingen. Das Hemminger Netzwerk für Flüchtlinge konnte am Dienstagabend viel Lob einheimsen. "Chapeau Hemmingen", sagte ein Vertreter der polnischen Partnerstadt Murowana Goslina. "Wir sind sehr überrascht, dass die Hemminger Bürger so offen bereit dazu sind, Leute zu integrieren. Es gibt hier so viele tolle Sachen und Projekte, die toll in Hemmingen umgesetzt werden." Vor allem die Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt für Flüchtlinge habe die Gruppe begeistert.

Der Meinung schlossen sich auch die Gäste aus Schottland und Frankreich an. "Hier in Hemmingen passieren wundervolle Dinge. Die Stadt ist ein gutes Beispiel dafür, wie es funktionieren kann", sagte ein Mitglied der Delegation aus der schottischen Partnerstadt Lanark.

Von Mittwoch, 27. September, bis Dienstag, 3. Oktober, hatten die Gäste der Partnerstädte Murowana Goslina, Lanark und Yvetot Hemmingen besucht und dabei viele Flüchtlingsprojekte kennengelernt. Alle waren sich einig, dass die Flüchtlingsarbeit in Hemmingen vorbildlich sei. Allerdings sei auch die Ausgangssituation jeweils anders.

"Wir haben noch keine Erfahrungen mit Flüchtlingen, weil Polen nicht unbedingt das Zielland ist. Das liegt an den Behörden, die viele Vorurteile haben und eher gegen eine Integration sind, während viele Bürger dafür sind", sagte ein polnischer Gast. Ähnlich sieht die Situation bei den Schotten und Franzosen aus. "Die Regierung in Schottland hat Flüchtlinge aufgenommen, aber wir haben in unserer Stadt nur 14. In der gesamten Region kommen 60 Flüchtlinge auf etwa 250.000 Einwohner", bemerkte eine Frau aus Lanark.

In Frankreich gebe es ebenfalls nicht so viele Flüchtlinge sagte ein Gast aus Yvetot. "Wir haben eine lange Geschichte, wenn es um Integration geht. Aufgrund unserer Kolonialgeschichte haben wir sowieso schon viele Einwohner, die einen Migrationshintergrund haben. Besonders die aus der zweiten und dritten Generation haben häufig Identitätsprobleme. Dafür haben wir leider noch gar keine Lösungen gefunden", erklärte sie.

Die Erste Stadträtin Regina Steinhoff freute sich über das positive Feedback aus den Partnerstädten. "Die Woche war richtig gut und es hat sich gezeigt, dass die Integration eine europäische Aufgabe ist. Allerdings muss man auch die Verhältnisse sehen. Im Gegensatz zu Schottland kommen bei uns auf 18.000 Einwohner 400 Flüchtlinge", sagte Steinhoff.

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In einem Workshop mit dem hannoverschen Künstler Franz Betz gestalteten die Teilnehmer am Dienstag ein Kunstwerk aus Puzzlestücken, mit Wünschen für Europa.

Quelle: Johanna Kruse

Von Johanna Kruse

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