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Bürgerkoffer erscheint Politikern zu teuer

Hemmingen Bürgerkoffer erscheint Politikern zu teuer

Einen Bürgerkoffer wird es in Hemmingen in nächster Zeit vermutlich nicht geben. Die Mitglieder des Sozialausschusses sind der Meinung, dass die Kosten im Vergleich zu dem vermutlich geringen Nutzen zu hoch seien.

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Ein Bürgerkoffer als mobiles Bürgerbüro? Die Politik bezweifelt den Nutzen für Hemmingen.

Quelle: Andreas Zimmer

Hemmingen. "Der Vorschlag der DUH ist an sich eine gute Sache", sagte Kerstin Liebelt (SPD). Doch die Frage sei, ob der Nutzen die Kosten rechtfertige. Der Bürgerkoffer gebe mobil eingeschränkten Hemmingern die Möglichkeit, ihr Haus zum Beispiel für die Beantragung eines Passes oder Ausweises nicht mehr verlassen zu müssen. Mitarbeiter der Verwaltung könnten mit dem Koffer zu ihnen kommen, um dort alle nötigen Formalien zu erledigen.

Die DUH hatte die Anschaffung dieses Bürgerkoffers der Bundesdruckerei beantragt. Die Verwaltung führte jedoch aus, dass dieser mindestens 5000 Euro koste. Jan Dingeldey (CDU) und Dorit Miehe (Bündnisgrüne) sagten: "Das Projekt ist zu groß für die Stadt." Dingeldey wies darauf hin, dass es vielleicht auch möglich sei, mobil eingeschränkte Hemminger zum Beispiel von einem Bundesfreiwilligendienstler abholen und in das Bürgerbüro fahren zu lassen. 

Fachbereichsleiter Sven Bertram sagte, dass es bereits einen Einkaufsfahrdienst für Senioren vom Arbeiter-Samariter-Bund in Hemmingen gebe. Dieser können ausgeweitet werden, was allerdings auch mit Kosten verbunden sei. Bisher habe noch niemand im Rathaus angefragt, ob die Verwaltung für die Beantragung eines Passes in die Wohnung kommen könne.

Miehe sagte, dass es auch die Möglichkeit gebe, so einen Koffer für monatlich 210 Euro zu mieten. "Vielleicht können wir das ein halbes Jahr ausprobieren und dann sehen, ob es sich lohnt", sagte sie. Abgestimmt wurde nicht, da es noch keinen Beschlussvorschlag gab. Bertram sagte, dass dieses Jahr ohnehin noch keine Mittel in den Haushalt eingestellt seien. Die Politik könne das Thema bei den Haushaltsberatungen für 2018 also erneut aufgreifen.

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