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Die Abwesenheit lebhaft gestalten

Hemmingen Die Abwesenheit lebhaft gestalten

Wie kann ich mein Eigentum besser sichern? Rund 30 Zuhörer wollten zu diesem Thema die Ratschläge der Polizei hören. Sie kamen am Dienstag zu einem Präventionsabend der CDU Hemmingen ins SV-Clubhaus in SV Arnum. Schnell zeigte sich: Das Sicherheitsempfinden der Menschen ist höchst unterschiedlich.

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Katrin Hofmann (stehend) zeigt, wie eine Handtasche nicht getragen werden sollte, wenn man nicht bestohlen werden will.

Quelle: Torsten Lippelt

Arnum. So sagte die Hemmingerin Doris Linkhof: „Ich würde abends nicht mit der Stadtbahn nach Hannover fahren - mit dem Bus schon, vielleicht, weil da der Fahrer nahe dabei ist." Polizeikommissarin Katrin Hofmann von der Hemminger Polizeistation und Polizeioberkommissarin Silke Gottschalk von der Polizeiinspektion Garbsen informierten in Arnum zwei Stunden lang. Gottschalk konzentrierte sich auf den Schutz der eigenen vier Wände. „Ich möchte, dass Sie heute Abend nach Hause gehen mit dem Gefühl, Tatgelegenheiten zu vermeiden“, sagte sie.

Wichtig sei die Nachbarschaftshilfe – von der Aufmerksamkeit für das Geschehen in der näheren Umgebung, über den Telefonnummerntausch bis hin zur eventuellen Schlüsselweitergabe bei Reisen. Dauerhaft herunter gelassene Rollläden würden zum Diebstahl ebenso einladen wie stets zur gleichen Abendstunde sich per Zeitschaltuhr einschaltende Lichter. „Sehen Sie zu, dass Sie Ihre Abwesenheit mit Nachbarschaftshilfe möglichst lebhaft und so für Einbrecher unberechenbar gestalten“, empfahl sie. „Mit Licht verscheucht man zwar Täter. Aber je aufmerksamer Nachbarn sind, desto schwieriger wird es für die Täter.“ Selbst beim kurzen Weggehen sollte man Fenster und Türen nicht nur zumachen, sondern möglichst auch abschließen.

Katrin Hofmann ergänzte, zum Einbruchschutz gehöre auch, nicht weit zu streuen, wenn man in Urlaub fahre oder zu Veranstaltungen gehe – ob nun zu einer Feier oder einer Beerdigung. „Handeln Sie überlegt, wenn Sie ihre Daten weitergeben, wer diese bekommt und eventuell nutzen kann“, warnte Hofmann. Vorsicht sei weiterhin beim sogenannten Enkeltrick am Telefon geboten. 1027 Fälle mit mehr als einer Million Euro Schaden sei 2016 in Niedersachsen entstanden. Vorsicht walten lassen sollte man auch beim Aufschreiben der PIN-Nummer der EC-Karte. Und wenn es an der Haus- oder Wohnungstür klingele, egal wer, sollte dessen Anliegen sicherheitshalber draußen vor der Tür besprochen werden. Im Zweifelsfall müsse der Besucher eben vor verschlossener Tür warten.

Hofmann riet auch dazu, die Damen-Handtasche verschlossen vor dem Körper zu tragen und das Herren-Portemonnaie möglichst vorne in der Hosentasche. Auch wenn unter den Zuhörern vorwiegend Senioren saßen: „Gegen Taschendiebstahl und Trickbetrug sind wir alle nicht gefeit – das betrifft nicht nur Ältere", warnte Hofmann. „Wenn Bedarf besteht für die technische Prävention, also hinsichtlich der Auswahl geeigneter Türen, Fenster oder Rollläden für das eigene Daheim: Dafür haben wir bei uns andere Experten“, steckte Katrin Hofmann das Themenfeld des Abends ab.

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Von Torsten Lippelt

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