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Mechanische Verriegelung ist am sichersten

Hemmingen Mechanische Verriegelung ist am sichersten

Beim Einbruchsschutz geht "Mechanik vor Elektronik". Das hat Polizeihauptkommissar Michael Nickel bei einer Infoveranstaltung zur Prävention vor mehr als 100 Gästen in der KGS ausgeführt. Das Interesse der Bürger war groß, da es in Hemmingen in den vergangenen Wochen eine Einbruchserie gab.

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Mehr als 100 Gäste nehmen am Mittwoch an der Informationsveranstaltung zur Einbruchsprävention in der KGS Hemmingen teil.

Quelle: Tobias Lehmann

Hemmingen. Der Leiter des auch für Hemmingen zuständigen Kommissariats Ronnenberg, Christoph Badenhop, ist betroffen. "Ich nehme diese Einbruchserie persönlich", sagte er im Forum der KGS am Mittwoch. Fast jedes Wochenende kam es im Februar und März zu versuchten und erfolgreichen Einbrüchen in Hemmingen. Die Statistik spricht für das Kommissariat. Knapp 40 Prozent aller Einbrüche in Hemmingen, Gehrden, Ronnenberg und Wennigsen wurden 2015 aufgeklärt. "Die Aufklärungsquote des Landes liegt lediglich bei 20 Prozent. Doch mir ist klar, dass den Opfern diese Statistiken nicht helfen", sagte Badenhop.

Deshalb hat der Kommissariatsleiter gemeinsam mit der Technischen Präventionsstelle der Polizei Hannover und der Stadt die Informationsveranstaltung organisiert. Einer von vier Mitarbeitern der Präventionsstelle ist Michael Nickel. Er führte aus, dass Einbrecher meist nur fünf Sekunden brauchen, um nicht speziell gesicherte Türen und Fenster zu öffnen. Er rät dazu, diese mit sogenannten Pilzkopfverriegelungen auszustatten. "Kein Haus kann zu 100 Prozent gesichert werden. Doch in vielen Fällen lassen die Einbrecher von dem Objekt ab, wenn sie nicht in kurzer Zeit erfolgreich sind", sagte Nickel.

Alarmanlagen und Videokameras können zusätzlich angebracht werden. "Doch mechanisch gesicherte Türen und Fenster erschweren oder verhindern Einbrüche. Alarmanlagen und Videokameras zeigen sie nur an", sagte Nickel. Auch die Abschreckung durch Videokameras sei gering. Nur wenige Einbrüche können durch Videoaufnahmen aufgeklärt werden, sagte Nickel.

Wie soll sich der Bürger verhalten, wenn er selbst zu Hause ist und ein Einbrecher dringt in das Haus oder die Wohnung ein? "Meist wollen die Täter nur stehlen und nicht kämpfen. Dennoch: Verbarrikadieren Sie sich in einem Zimmer und rufen die Polizei", sagte der Hauptkommissar und gab noch einen zusätzlichen Hinweis: Die Hausnummer sollte deutlich sichtbar zu sehen sein, damit die Polizei den Ort schnell findet.

Nickel und seine Kollegen bieten kostenlose Beratungen zum Einbruchsschutz vor Ort an. Wer sein Haus überprüfen lassen möchte, meldet sich unter der Telefonnummer (05 11) 1 09 11 14 oder der Mailadresse tech-praevention@pd-h.polizei.niedersachsen.de. Weitere Informationen stehen auch auf der Internetseite zuhause-sicher.de.

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