16°/ 11° stark bewölkt

Navigation:
Abo bestellen HAZ-Shop HAZ Media Store AboPlus HAZ Service
Polizei sucht Brandstifter nach Feuer in Dachgeschoss
Mehr aus Nachrichten

Hemmingen-Westerfeld Polizei sucht Brandstifter nach Feuer in Dachgeschoss

In einem leerstehenden Wohnhaus in Hemmingen brach am Mittwochabend ein Feuer im Dachgeschoss aus. 70 Einsatzkräfte aus fünf Feuerwehren benötigten etwa eine Stunde, um den Brand zu löschen. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. 

Voriger Artikel
Hotspot erfüllt in Hemmingen Surferwünsche
Nächster Artikel
Wolter-Stiftung verteilt Hilfspakete in Rumänien

Am Mittwochabend brannte der Dachstuhl eines unbewohnten Hauses in Hemmingen-Westerfeld. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.

Quelle: Bernhard Herrmann

Hemmingen. Ein Nachbar sah in dem Einfamilienhaus an der Weetzener Landstraße am Mittwochabend ein Feuer und rief die Feuerwehr. Das Einfamilienhaus an der Weetzener Landstraße ist seit zwei Jahr unbewohnt. Die Regionsleitstelle alarmierte um 18.57 Uhr die Ortsfeuerwehren aus Hemmingen-Westerfeld, Arnum, Devese, Wilkenburg und eine Drehleiter der Berufsfeuerwehr Hannover. 70 Einsatzkräfte rückten mit 13 Fahrzeugen an. Zusätzlich wurden ein Notarzt und ein Rettungswagen aus Hannover zum Brandort entsandt.

Laut Feuerwehrsprecher Michael Mohr brach das Feuer auf der rückwärtigen Gebäudeseite im Obergeschoss des etwa 30 Meter von der Straße entfernt stehenden Einfamilienhauses aus. Hier wurden nach Angaben der Polizei offensichtlich Kleidung und andere Gegenstände angesteckt. Ermittler der Kriminalpolizei haben den Geschehensort am Donnerstag untersucht und gehen von einer Inbrandsetzung aus. Zwei weitere Anwohner hatten kurz vor dem Feuer zwei Personen im Dachgeschoss des Gebäudes gesehen, die dann über ein Brachgelände in Richtung des Einkaufsmarktes „Real" gelaufen seien. Eine Person ist etwa 1,55 Meter groß, die andere zirka 1,85 Meter. Den entstandenen Schaden beziffern die Beamten auf etwa 50 000 Euro.

Acht Trupps unter Atemschutz löschten das Feuer mit Wasser aus drei Strahlrohren binnen einer Stunde. Sieben weitere Trupps standen unter Atemschutz in Bereitschaft. Während der Nachlöscharbeiten wurde das Gebäude mit einem Drucklüfter rauchfrei gemacht.
Mit einer Wärmebildkamera suchten Feuerwehrleute nach Brandnestern. Zwei Energieversorger stellte die Erdgas- und Stromzufuhr zum Wohnhaus ab.

Das Einfamilienhaus wurde laut Polizei vor etwa zwei Jahren von einem in Hemmingen wohnenden Arzt, der in Großburgwedel praktiziert, gekauft. Seit diesem Zeitpunkt ist das Wohnhaus leerstehend. Zur Straßenseite stehen Bäume und ein Jägerzaun begrenzt den weitläufigen und verwilderten Vorgarten. Das Wohnhaus liegt neben einem Brachgelände und einem Parkplatz eines Einkaufszentrums.

Der 86-jährige Nachbar kam zwischen 17.30 und 18.00 Uhr nach Hause und sah von der angrenzenden Garageneinfahrt aus, dass sich zwei Personen mit Taschenlampen im Obergeschoss bewegten, die sich laut unterhielten. Weil sich laut Nachbar häufig bis zu etwa 20 Jugendliche auf dem Grundstück und im Wohnhaus herumgetrieben haben, waren die Personen im Haus keine Besonderheit für den Nachbarn um etwa einzuschreiten.

Die Weetzener Landstraße war während des Feuerwehreinsatzes zwischen Heinrich-Hertz-Straße und Alfred-Bentz-Straße bis gegen 21.00 Uhr voll gesperrt. Der Verkehr wurde örtlich umgeleitet.

Die Polizei bittet Zeugen, die etwas Verdächtiges gesehen haben, sich mit dem Kriminaldauerdienst Hannover unter der Telefonnummer (0511) 1 09 55 55 in Verbindung zu setzen.

Bernhard Herrmann/r.

Dieser Artikel wurde aktualisiert

Voriger Artikel Voriger Artikel
Nächster Artikel Nächster Artikel
Auf nach Hemmingen!

Hemmingen direkt im Süden der Landeshauptstadt bietet die perfekte Mischung zwischen Natur und Stadt.

Anzeige

Hemmingen