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C'est la vie: Stalburg-Trio überrascht im bauhof

Hemmingen-Westerfeld C'est la vie: Stalburg-Trio überrascht im bauhof

Mit Chansons und Texten hat das Stalburg Trio seine Gäste im gut besuchten Kulturzentrum bauhof am Freitag auf eine Reise ins alte Paris genommen. Ihr Musikspiel unter dem Motto "C'est la vie, Paris, Paris" bot neben Altvertrautem auch einige Überraschungen.

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Pariser Flair im hemminger bauhof: Ingrid El Sigai (von rechts), Markus Neumeyer und Frank Wolff singen und spielen als Stalburg Trio Chansons, klassische Stücke sowie Auszüge aus Opern und eigene Interpretationen.

Quelle: Torsten Lippelt

Hemmingen-Westerfeld. Angelehnt an die von Giacomo Puccini (1858 bis 1924) komponierte, 1896 uraufgeführte Oper La Bohème, die in Paris spielt, geht es in den Liedern stets um das gemeinsame Leben, die Lieben und das Leiden. Mal romantisch-fordernd, mal uncharmant-direkt bringt das Schauspieler- und Musik-Trio die Stimmung im Paris rund um die Wende zum 20. Jahrhundert mit Gesang und Dialog auf die Bühne.

Die drei Künstler sind erfahrene Profis und gehören seit über 16 Jahren als Trio zum Frankfurter Stalburg-Theater. Die deutsch-ägyptische Sopranistin Ingrid El Sigai singt, spricht und spielt zahlreiche Rollen. Markus Neumeyer, der frühere Dirigent der Neuen Philharmonie Frankfurt, singt am Klavier und dirigiert nebenbei, und Frank Wolff flüsterte und brummte am Cello. Schwarze Baskenmütze und ein Seidenschal - mehr ist als Requisite nicht nötig für das Programm mit dem Titel "C'est la vie - Das ist Paris".

Mit nur zwei Instrumenten und Gesang schafft es das Trio, Bilder einer rumpelnden Métro und die Stimmung der Straßencafés am Seine-Ufer in den Köpfen des Publikums zu erzeugen. Herzergreifende Chansons wie von Charles Aznavour wechselten sich mit getragenen und poetischen Klängen von Claude Debussy (1862 bis 1918), Erik Satie (1866 bis 1925) und Frédéric Chopin (1810 und 1849) ab. Auch Maler, Filmer und Dichter mischen im Programm mit.

Aufhorchen lassen unter anderem die gewollt wilden Rhythmussprüngen beim Zusammenfügen von Ravels Boléro und den frivol-rasanten Klängen des Cancan-Tanzes. Das Trio spielt beides im 15-Sekunden-Wechsel. Auch textlich schafft das Trio Überraschungen. Zu Chansonmelodien, die eher liebreizendes erwarten lassen, trug das Trio mitunter derbe Zeilen vor wie "Du hast Mundgeruch" oder "Der Rotz glänzt an deiner Nase". Das Publikum hörte staunend zu – und applaudierte.

Wie aus der zunächst malerisch-chaotischen Cafészenerie bisweilen ein musikalisches Laboratorium wird, mag nicht jedermanns Geschmack treffen. Aber mit "C'est la vie" – so ist das Leben – hat das Stalburg-Trio im bauhof ganz schön aufgemischt.

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Von Torsten Lippelt

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