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Streit um Stellvertreter für Schacht

Hemmingen Streit um Stellvertreter für Schacht

In Hemmingen gibt es ab sofort nur noch zwei stellvertretende ehrenamtliche Bürgermeister. Zuvor waren es drei. Damit ziehen Die Unabhängigen Hemminger (DUH) den Kürzeren. Sie wollten Wolf Hatje benennen. Doch SPD und CDU setzten in der Sitzung am Donnerstagabend die Zweierregelung durch.

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Bürgermeister Claus Schacht (Mitte) mit den stellvertretenden ehrenamtlichen Bürgermeistern Kurt Pages und Doris Linkhof.

Quelle: Andreas Zimmer

Hemmingen. Wolf Hatje sagte zur geplanten großen Koalition von SPD und CDU: „Wir müssen jetzt alle lernen, dass da ein neuer Hammer hängt mit schwarzem Kopf und rotem Griff.“ In der zweiten Hälfte der vergangenen Ratsperiode hatte die CDU mit der DUH und den Bündnisgrünen die sogenannte Ratsallianz gebildet und sogar einen gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten ins Rennen gebracht.

Die Stellvertreter von Bürgermeister Claus Schacht (SPD) sind ehrenamtlich tätig und übernehmen vorwiegend repräsentative Aufgaben, zum Beispiel bei Festen oder besonderen Geburtstagen. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Jens Beismann erläuterte, drei Stellvertreter habe es nur in der vergangenen Wahlperiode gegeben. Die Erfahrung laute: Zwei reichen auch aus. „Sollte es anders sein, können wir immer noch einen nachträglich benennen“, schlug Beismann vor. Hinzu komme, dass Hatje auch Vorsitzender der Hemminger Bürgerstiftung sei, die „eigentlich parteifremd“ sein sollte. Beismann betonte, die Debatte habe nichts mit Hatje als Person zu tun. Im Gegenteil: Er schätze ihn sehr. Doch Beismann machte deutlich: „Wir wollten mit zwei stellvertretenden Bürgermeistern eine Personaldebatte vermeiden, um Schaden von der Stiftung und von Hatje abzuwenden.“ Die DUH sei gebeten worden, ein anderes Mitglied für den Stellvertreterposten vorzuschlagen. Das habe sie aber nicht getan.

Wolf Hatje sagte: „Die DUH ist total irritiert. Wir verstehen das nicht.“ Es sei das falsche Signal, wenn auf diese Weise ein ehrenamtliches Engagement bestraft werde. „Ein Ehrenamt kann doch nicht für ein Mandat ausschlaggebend sein“, äußerte sich Hatje verwundert.

CDU-Fraktionschef Ulff Konze forderte bei der Diskussion „die Emotionen herauszulassen“. In der Landeshauptstadt gebe es drei stellvertretende Bürgermeister, da müsse Hemmingen nicht mitziehen. Die Grünen entgegneten, das Modell mit drei Stellvertretern habe sich bewährt. „Die Aufgaben werden schließlich nicht weniger“, gab die Fraktionsvorsitzende Ulrike Roth zu bedenken. „Außerdem ist es politisch gut, dass es drei gibt, damit auch die kleinen Parteien im Boot sind.“

Einstimmig verlief später die Wahl der beiden stellvertretenden Bürgermeister. Es sind wie in der Wahlperiode zuvor Kurt Pages (SPD) und Doris Linkhof (CDU).

Zur neuen Ratsvorsitzenden wurde erneut Kerstin Liebelt (SPD) gewählt. Die Wahl verlief einstimmig. Es gab keine weiteren Vorschläge. Liebelts Stellvertreter sind Doris Linkhof (CDU), Wolf Hatje (DUH) und Ulrike Roth (Grüne). Auch sie wählte der Rat einstimmig.

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