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Bundesverdienstkreuz für Sabine und Albert Porth

Harkenbleck Bundesverdienstkreuz für Sabine und Albert Porth

Den Opfern von Verbrechen eine Stimme gegen - das tun seit mehr als 25 Jahren Sabine und Albert Porth aus Harkenbleck. Am Freitagvormittag wurden sie im Haus der Region in Hannover für ihr Engagement für den Verein Weißer Ring ausgezeichnet.

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Mit den Geehrten Sabine und Albert Porth (Dritte und Vierter von links) freuen sich Claus Schacht (von links), Doris Klawunde, die Enkelkinder Jakob (8) und Sarah (14) - die Kindermetaillen tragen - sowie Maria Flachsbath.

Quelle: Christian Stahl

Harkenbleck. Sabine und Albert Porth ist jeweils die „Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland“ – auch das Bundesverdienstkreuz genannt – ausgehändigt worden. Im Namen des Bundespräsidenten nahm die stellvertretende Regionspräsidentin Doris Klawunde „die gebührende Würdigung und Anerkennung der über Jahrzehnte geleisteten ehrenamtlichen Arbeit“ in der in dieser doppelten Form nur selten erfolgten Ehrung vor.

„Dass Verheiratete zugleich für ihren Einsatz um das Allgemeinwohl ausgezeichnet werden, hat für die Region Seltenheitscharakter“, stellte Albert Porth fest. „Aber uns gibt es halt – wie alle sagen – nur im Doppelpack“, fügte er schmunzelnd an. Er führte den Feierstunden-Gästen in einem kleinen Dialog mit seiner Ehefrau vor, wie überrascht beide waren, aus der Post von der Doppelehrung zu erfahren.

Begründet liegt diese im jahrzehntelangen sozialen Engagement. „Als unsere Töchter flügge wurden, entschlossen wir uns dazu“, sagt Albert Porth. 1989 traten sie gemeinsam dem Weißen Ring bei – dem gemeinnützigen Verein zur Unterstützung von Kriminalitätsopfern und zur Verhütung von Straftaten. Bereits ein Jahr später arbeiteten sie aktiv in der Außenstelle Hannover-Land, der mit 20 Kommunen größten Außenstelle Niedersachsens, ehrenamtlich mit.

Hier standen und stehen sie noch heute für Gespräche zur Verfügung, leisten persönlichen Beistand und begleiten Betroffene, zum Beispiel bei Gerichtsverhandlungen und Behördengängen. Bei Bedarf vermitteln sie auch psychologische Hilfe und weitere Hilfeangebote.

Von 1995 bis 2015 leitete Sabine Porth die Außenstelle. Sie betreut mit zwölf Ehrenamtlichen eine Region mit 500.000 Menschen von der Größe des Saarlandes. Albert Porth übernahm zeitgleich und bis heute die Stellvertretung. Gemeinsam und regelmäßig vertrat das Ehepaar den Landesverband Niedersachsen in den Bundesdelegiertenversammlungen.

Rund 100 Opfer erfuhren durch die Außenstelle alljährlich Unterstützung von den nunmehr Geehrten. Meistens ging es dabei um Sexualdelikte, häusliche Gewalt und Wohnungseinbrüche – bei einem täglichen Zeitaufwand von etwa vier Stunden. „Zusätzlich ist Albert Porth seit 1994 in verschiedenen Kirchengremien für die St.-Vitus-Gemeinde, den Kirchenkreis und den Kirchenkreistag aktiv“, sagte Doris Klawunde in ihrer Laudatio. Dieser folgten ebenso lobende Worte von der Bundestagsabgeordneten Maria Flachsbarth (CDU) und Hemmingens Bürgermeister Claus Schacht.

Von Torsten Lippelt

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