Schacht kommt damit einer Aufforderung des niedersächsischen Verkehrsministers Jörg Bode nach. Der Liberale hatte die Bereitschaft erklärt, die Hemminger Forderung zu unterstützen. Voraussetzung sei aber ein einheitliches Votum aller B-3-Kommunen. Schacht solle sich mit ihnen abstimmen.
„Ich tue, wie der Minister mir geheißen hat“, sagt er nun auf Anfrage. In Schreiben an die Bürgermeister so verschiedener Orte wie der Stadt Northeim und des Fleckens Delligsen bittet er um eine Stellungnahme, in der sie den Plänen Hemmingens für eine mautpflichtige B 3 zustimmen.
Schacht weist darin zunächst auf die teils gesundheitsgefährdende Lärmbelastung entlang der Fernstraße hin. Er sei zudem davon überzeugt, dass eine Gebühr die wirtschaftliche Attraktivität der Orte und die Konkurrenzfähigkeit der lokalen Betriebe nicht schmälere. Sie mindere aber den Reiz der Strecke für jene, die in der B 3 nur eine günstige Alternative zur kostenpflichtigen Autobahn sehen. Diese böten den Kommunen keine wirtschaftlichen Vorteile, sondern ausschließlich Nachteile, schreibt er.
Der Bürgermeister erhofft sich eine Aussage der Stadtoberhäupter, dass auch sie eine Mautpflicht wollen. Allerdings weist er darauf hin, dass nicht die Kommunen, sondern die Verkehrsbehörden der vier Landkreise für derlei Fragen zuständig seien. Dass er als Bürgermeister diese Befragung übernehmen muss, begreife er im Übrigen nicht, betont Schacht. Die Koordination sei Aufgabe des Landes Niedersachsen. „Ich habe schließlich noch andere Dinge zu tun“, sagt er.
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