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Schacht lehnt Windgebiet bei Hiddestorf ab

Hiddestorf Schacht lehnt Windgebiet bei Hiddestorf ab

Bürgermeister Claus Schacht lehnt die Ausweisung eines Vorranggebiets Windenergie im Süden von Hiddestorf ab. Die Region Hannover hat im Entwurf ihres Regionalen Raumordnungsprogramms 2016 ein 400 Hektar großes Vorranggebiet im Bereich zwischen Hemmingen, Pattensen und Springe geplant.

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Stadt lehnt Vorranggebiet für Windkraft im Süden von Hiddestorf ab.

Quelle: dpa

Hiddestorf. Es wäre das bisher größte Vorranggebiet für Windenergie in der Region Hannover.  Die Stadt sieht darin eine „erhebliche und nicht hinnehmbare Beeinträchtigung des Landschaftsbildes". Schacht will dem Rat der Stadt deshalb vorschlagen, das Gebiet abzulehnen. Dies geschieht in enger Abstimmung mit den Bürgermeistern von Pattensen und Springe.

Zwar gebe es an der Stadtgrenze von Hemmingen bereits Windenergieanlagen. Doch diese weisen nur eine Höhe von 100 Metern auf und müssen daher nicht die Flugsicherung beachten und befeuert werden. In dem neuen Vorranggebiet wären auch Anlagen bis zu einer Höhe von 200 Metern erlaubt, die dann auch die für Anwohner störende Warnleuchten bekommen werden.

Neben dieser Beeinträchtigung stellt sich für Schacht auch die Frage des Bedarfs. Er weist darauf hin, dass der Windenergie-Erlass des Landes bis zum Jahr 2050 eine Windenergienutzung von 1,9 Prozent des Regionsgebiets vorsieht. Mit dieser Vorrangfläche wären bereits 1,6 Prozent belegt. Für Schacht ist es nicht nachvollziehbar, warum bereits jetzt Vorrangflächen in diesem Ausmaß ausgewiesen werden müssen. „Mit Blick auf die Beeinträchtigung von Natur und Landschaft und auch vor dem Hintergrund weiterer Entwicklungen im Bereich der Erneuerbaren Energien sollte behutsamer mit der Ausweisung von Vorranggebieten umgegangen werden“, sagt er.

Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt wird sich in der Sitzung am Donnerstag, 28. April, mit dem Thema beschäftigen. Die entsprechende Vorlage der Verwaltung kann auf der Internetseite der Stadt stadthemmingen.de abgerufen werden.

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