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Schüler aus Japan und China besuchen die KGS

Hemmingen-Westerfeld Schüler aus Japan und China besuchen die KGS

KGS-Leiter Dieter Driller-van Loo hat gleich zwei Schülerdelegationen in Hemmingen begrüßen dürfen. Acht Gastschüler aus dem japanischen Fukushima berichteten über ihre Erfahrungen mit der Nuklearkatastrophe 2011. In einem Sportaustausch waren zudem 17 Schüler aus Peking zu Gast.

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Schülerinnen aus Fukushima berichten von ihrem Leben nach der Atomkatastrophe in Fukushima.

Quelle: Torsten Lippelt

Hemmingen-Westerfeld. Die japanischen Schüler berichteten im Unterricht der zehnten Klassen von ihren Erlebnissen und Erfahrungen rund um die Atomkatastrophe in ihrem Heimatort. Dort war es am 11. März 2011 infolge eines Erdbebens und Tsunamis zur Kernschmelze im dortigen Atomkraftwerk und zu massiver radioaktiver Verstrahlung des Umlandes gekommen.

Organisiert worden ist der Besuch über die private japanische Hilfsorganisation „Earth Walkers“, dessen Begründer, der Fotograf Naoya Kodama, ebenfalls am Besuch in der KGS teilnahm. Eindrucksvoll schilderte Kodama den Hemminger Schülern per Videoaufnahmen auf seinem Laptop, wie immer noch bei einer Autofahrt kilometerweit entfernt vom Kernkraftwerk der Geigerzähler ausschlägt. Sprachlich unterstützt wurde er bei seinem auf japanisch vorgebrachten Vortrag von der hannoverschen Dolmetscherin Riho Taguchi. Diese hat auch den Kontakt zwischen den „Earth Walkers“ zum organisierenden KGS-Fachbereichsleiter Gesellschaft, Heiko Bolte, hergestellt.

Die japanischen Schüler – alle in Schuluniformen gekleidet – berichteten anschließend auf Englisch, wie sie als damals etwa Zehnjährige die Zeit vor und nach der Atomkatastrophe erlebt haben. Dazu gehörten notwendige Evakuierungen ebenso wie erlebte Ausgrenzung und die Erfahrung als Mobbing-Opfer durch die anderen Kinder. Denn wer aus Fukushima kommt, gilt als makelbehaftet und als verstrahlt.

„Mit diesen Kindern möchten andere zum Teil nichts zu tun haben“, sagt Naoya Kodama. Deshalb will er den Betroffenen mit der Gründung seiner nur von Spenden lebenden „Earth Walkers“-Organisation zumindest ermöglichen, dass sie aus ihrem zum Teil negativ behafteten engen Umfeld heraus kommen und auch mal etwas Schönes sehen. So begründeten einige der Schülerinnen ihre Wahl von Deutschland als Reiseort - wo es außer nach Hemmingen bis zum 18. August auch noch nach Osnabrück und Köln, Freiburg und Mainz geht – mit der Schönheit der Natur und der Häuser und dem Interesse an alternativen Energieformen, wie Biogas und Solarenergie.

Die Hemminger Schüler stellten ihren Altersgenossen zahlreiche Fragen, vom Freizeitverhalten und Hobbys bis hin zum Schulalltag. Und es wurden zur leckeren Erinnerung Süßigkeiten als Gastgeschenke ausgetauscht – Fukushima-Kekse gegen deutsche Gummibärchen.

Chinesische Grundschüler trainieren an der KGS Hemmingen

Innerhalb eines Austauschs nahmen 17 Grundschüler einer Sportschule aus Beijing (Peking) an verschiedenen Sporteinheiten in der Halle und im Freien teil. So übten sich neun der 8- bis 11-jährigen beim Volleyball, sechs beim Fußball auf dem Kunstrasenplatz und zwei beim Basketball. Zum Teil trainierten sie dabei untereinander, zum Teil gab es Testspiele gegen die naturgemäß etwas älteren Hemminger KGS-Schüler.

„Zu unserem Besuch in Hannover und Hemmingen gehören – neben einem Besuch der Herrenhäuser Gärten – auch einige Fußballübungseinheiten in Hannover, bei Fortuna Sachsenross, und Volleyballtraining beim FC Schwalbe in Döhren“, freute sich Gruppenleiterin Aihua Cao über die zahlreichen sportlichen und kulturellen Einblicke und Kontaktmöglichkeiten für den chinesischen Nachwuchs, der im IBIS-Hotel als Quartier untergekommen ist.

Zustande gekommen ist der Besuch über die Austauschorganisation „Via Education and Cultural Exchange Center Hannover“ – kurz Via-ECEC. KGS-Sportfachbereichsleiterin Wiebke Drath und der Sportkoordinator Sven Achilles hatten das Programm gemeinsam während der Sommerferien organisiert und abgestimmt. „Das wird bestimmt nicht der letzte Besuch dieser Art sein“, hofft Aihua Cao auf eine Fortsetzung des aktuellen Gastbesuches im nächsten Jahr.

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Grundschüler einer Sportschule aus Beijing sind zu Gast an der KGS Hemmingen.

Quelle: Torsten Lippelt

Von Torsten Lippelt

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