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Bei Shakespeare wird getwittert

Hemmingen Bei Shakespeare wird getwittert

Die Theater-AG der KGS Hemmingen hat das Shakespeare-Stück „Der Widerspenstigen Zähmung“ im Forum der Carl-Friedrich-Gauß-Schule aufgeführt. In dem Stück geht es um Liebe, Heirat, die Rolle von Mann und Frau und das Machtverhältnis in der Ehe.

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Die Schwestern Bianka (Zweite von links) und Katharina (rechts) sprechen mit ihren Zimmermädchen über ihre Verehrer.

Quelle: Carolin Müller

Hemmingen-Westerfeld. Mit modernen Elementen, leichten Abwandlungen und zusätzlichen Szenen frischten die Darsteller der Jahrgänge elf und zwölf unter der Leitung von Jochen Pelser die Komödie auf und sorgten für viele Lacher.

Vier Freundinnen treffen sich auf einem Sofa am Rande des Publikums, um sich bei einem Glas Sekt die Geschichte der beiden wohlhabenden Schwestern Bianka (Anna Hinske) und Katharina (Charlotte Merforth) und die Umstände von deren Heirat anzusehen – auf dem Fernseher, versteht sich. Der Fernseher ist in diesem Fall die Bühne, auf der die Freundinnen Szene um Szene miterleben, wie Lucentio (Carlo Winkelhake) sich in Bianka verliebt. Auf Geheiß ihrer Mutter (Anne Magnusson) darf Bianka aber erst dann heiraten, wenn auch ihre störrische Schwester Katharina unter der Haube ist. Dieser zugegeben schwierigen Aufgabe stellt sich der schlagfertige und dickköpfige Petruchio (Leander Henniger von Wallersbrunn).

Es folgen Irrungen und Wirrungen der Liebe, Zankerei und Zähmung – überzeugend gespielt und mit einer großen Packung Humor, der sich auch in der übertriebenen, teils urkomischen Kostümierung der Figuren widerspiegelte. Immer mit dabei die Kommentare der vier Freundinnen, die nach jeder Szene kurz auf Pause schalteten, um die neuesten Wandlungen zu besprechen. Dabei wird auch mal ein Foto vom gemütlichen Fernsehabend im Internet gepostet, dies bezügliche Nachrichten bei Twitter gecheckt und die Handlung der Komödie mit der Fernsehsendung Bachelor verglichen.

Bei ihrer Aufführung gelang es der Theater AG, das Shakespeare-Stück modern zu inszenieren, ohne es seines klassischen Charakters zu berauben – kreativ, frisch, lustig – einfach rundum gelungen.

Von Carolin Müller

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