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Ungewohnte Erfahrungen mit der Rauschbrille

Hemmingen-Westerfeld Ungewohnte Erfahrungen mit der Rauschbrille

Alkohol- und Drogenkonsum zeigen oft nicht erwartete Auswirkungen auf die Fahrtüchtigkeit und Verkehrssicherheit. Welche das sein können, lernt der zehnte Jahrgang der Hemminger KGS, das sind rund 300 Schüler, an drei Tagen auf dem Gelände der Feuerwehr Hemmingen-Westerfeld. Das Projekt läuft seit Dienstag.

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Sinje versucht unter Anleitung der Polizeikommissarin Katrin Hofmann (links) mit der Rauschbrille auf der grünen Linie zu bleiben.   Lippelt

Quelle: Lippelt

Hemmingen-Westerfeld. „Nur mit einem erhobenen Zeigefinger können wir da pädagogisch wenig erreichen“, sagt Hauptkommissar Karsten Schröder von der Polizeiinspektion Garbsen. Gemeinsam mit der Feuerwehr und der AOK werden deshalb jährlich seit nunmehr acht Jahren die Schüler des zehnten Jahrgangs zu praktischen, aber ungefährlichen Erfahrungen sogar am eigenen Körper eingeladen.

Für die Schüler am interessantesten ist die sogenannte Rauschbrille, die durch ihre Gläser nur einen sogenannten Tunnelblick, mitsamt Doppelsehen und Unschärfe wie bei knapp 1 Promille Alkohol im Blut, ermöglicht. Da wird das Geradeausgehen oder das Schlüssel aufheben ungewohnt problematisch. „Die Schüler sind kritisch und mit Fragen dabei“, zeigt sich Polizeikommissarin Katrin Hofmann erfreut.

Die Schüler können aber auch im AOK-Mobil einen Fragebogen unter anderem zum Alkoholgehalt von Bier und Wein beantworten und ihre Reaktionszeit bei einem Video-Bremstest üben, bei dem ein Stopp-Schild oder aber ein Bär auf der Straße plötzlich zur Vollbremsung auffordern. Oberlöschmeister Marc Wehrmann und sein Team informieren über die Rettungsgeräte und den organisatorischen Aufwand bei Unfällen. Karsten Schröder weist zudem auf die juristischen Probleme und hohen Kosten hin, wenn jemand mit Drogen wie Cannabis angehalten wird. „Für jemanden, der seinen Führerschein mit 17 Jahren machen möchte, kann dies sehr teuer und sogar unmöglich werden“, sagt er.

„Für unsere Schule ist das hier ein sehr praxisorientiertes, außerschulisches Lernen“, sagt KGS-Lehrer Hans-Jörg Hansemann zu dem von ihm mitorganisierten Projekt. Am Donnerstag wird es enden.

Von Torsten Lippelt

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