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Selbstgebautes U-Boot kentert im Mittellandkanal

Pech für Hemminger Selbstgebautes U-Boot kentert im Mittellandkanal

Für Hobby-Bootsbauer Bernd Filax war es ein Schock: Vier Jahre lang hat der 50-Jährige aus Hemmingen an seinem U-Boot "Seehund" getüftelt, am Freitag sollte es im Mittellandkanal seine Jungfernfahrt antreten. Daraus wurde allerdings nichts. 

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Das U-Boot vom Typ «Seehund» ist im Wasser umgeschlagen, bei dem Versuch, es mithilfe eines Bootstrailers im Mittellandkanal zu Wasser zu lassen. 

Quelle: Hollemann

Hannover. Für Hobby-Kapitän Bernd Filax war es ein Schock: Vier Jahre lang hat der 50-Jährige aus Hemmingen an seinem U-Boot "Seehund" getüftelt. Am Freitag sollte es im Mittellandkanal seine Jungfernfahrt antreten. Allerdings kippte das rund elf Meter lange Boot schon beim Zuwasserlassen auf die Seite. Filax konnte sich nur noch durch einen Sprung in den Kanal retten. "Es war komplett zu leicht", gab der Tischlermeister nach der Havarie selbstkritisch zu. "Ich hatte vorher schon Befürchtungen, habe sie aber weggewischt."

Das von Bernd Filax selbstgebaute U-Boot "Seehund" sollte eigentlich im Mittellandkanal seine Jungfernfahrt antreten. Allerdings kippte das rund elf Meter lange Boot schon beim Zuwasserlassen auf die Seite.

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Einen zweiten Versuch wird der Bastler erst einmal nicht wagen. Das U-Boot will er so schnell wie möglich wieder in seinen Garten nach Arnum bringen lassen. "Ursprünglich war es ja nur als Modell gedacht, als eine Art von Gartenhäuschen." Seine Kumpel hätten ihn überredet, einen Motor einzubauen und es schwimmfähig zu machen. Insgesamt tüftelte Filax 1460 Stunden an seinem U-Boot.

Der erste herbe Rückschlag

Vorbild für das selbstgebastelte Kriegsschiff aus Stahl ist das Kleinst-U-Boot Typ "Seehund" aus dem Zweiten Weltkrieg. Dieses war etwa genauso lang wie Filax' Nachbau, allerdings mit rund 15 Tonnen wesentlich schwerer als das 3,5 Tonnen wiegende Modell. Der "Seehund" des 50-Jährigen sollte allerdings auch nicht abtauchen, sondern war lediglich als Sportboot gedacht. Für Filax ist es der erste herbe Rückschlag als Schiffsbauer. Sein erster Nachbau, die "Abelius", liegt in der Marina von Lohnde bei Hannover, wo jetzt das U-Boot abgesoffen ist. Vorbild ist das Tochterboot des Seenotrettungskreuzers "Hans Lüken" aus dem Jahr 1969. "Mit der "Abelius" schippere ich auf dem Mittellandkanal herum", berichtete Filax. Darüber hinaus baute der 50-Jährige das Rettungsboot "Hillrich Kuper" - heute Museumsschiff auf der Nordseeinsel Langeoog - im kleineren Maßstab nach.

"Meine Frau hat sich gewundert, dass ich bei der Havarie am Freitag so ruhig geblieben bin", sagte der Modellbauer. Ärgerlich sei nur, dass er beim Sprung ins Wasser sein Smartphone verloren habe und das Handy im schlammigen Grund versunken sei. "Ich habe schon das ganze Wochenende danach getaucht - ohne Erfolg."

Es ist nicht das erste Objekt, das Filax in seinem Haus in Hemmingen gebaut hat. Dort gab es auch schon einen Tag der offenen Tür.

dpa

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