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Der Schlüssel zur Selbstverteidigung

Arnum Der Schlüssel zur Selbstverteidigung

Eine 13-köpfige Seniorengruppe hat sich im Vereinsheim der SV Arnum in der Selbstverteidigung geübt. Die Referenten Sascha Kantereit und Oliver Lucks gaben Tipps in Theorie und Praxis und erläuterten, dass ein einfacher Schlüssel manchmal eine wirkungsvolle Waffe sein kann.

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Die beiden Referenten Sascha Kantereit (links) und Oliver Lucks zeigten den Kursteilnehmern einfache Handgriffe, um sich bei einem Überfall zu wehren.

Quelle: Torsten Lippelt

Arnum. „Wenn Sie jemand angreift und berauben will, dann nehmen Sie ihren Schlüssel und stechen den Räuber unter das Ohr, in die Muskeln der Wirbelsäule, oder aber direkt unter die Rippen in den Bauch“, erläuterte Sascha Kantereit. Der hauptberufliche Justizvollzugsbeamte war gemeinsam mit seinem Berufskollegen Oliver Lucks zwei Tage im Auftrag des Regionssportbundes im Vereinsheim der SV Arnum zu Gast und hat das Thema Selbstverteidigung in Theorie und Praxis erläutert.

Dazu gehörten kurze Videoclips zum Thema Prävention, aber auch Tipps zur sicheren Art des Handtaschetragens. Auch über die richtige und angemessene Handhabung von Schreckschusspistolen, Pfefferspray und Alarmpiepern informierten die beiden Selbstschutzprofis. Und wiesen darauf hin, dass allein schon eine selbstbewusste Körpersprache einen potentiellen Räuber abhalten kann. „Ich bin hier der Größte – auch wenn ich nur 1,70 Meter messe“, sagte Kantereit und stolzierte hoch aufgereckt mit breiter Brust durch den Kreis der Senioren – statt mit hängenden Schultern entlang zu schleichen.

„Am besten, man achtet auf sein Bauchgefühl und vermeidet von vornherein brenzlige Situationen“, empfahl Oliver Lucks. In Zweier-Gruppen wurde schließlich geprobt, wie sich auch Senioren bei einem Überfall ohne großen Körpereinsatz durchaus schmerzhaft wehren können – beispielsweise mit einem Schlüssel, der nachdrücklich in sensible Körperteile des Angreifers gebohrt wird, während der andere Arm angewinkelt den eigenen Kopf vor Schlägen schützt.

„Ihr werdet zwar rund die Hälfte des hier Vorgestellten in wenigen Wochen vergessen haben – aber wenn Ihr euch drei oder vier Schwerpunkte von heute gemerkt habt, um aus gefährlichen Situationen heraus zu kommen, hat es sich schon gelohnt“, so  Kantereit.

„Der Kurs hat mir sehr gut gefallen – ich werde die Tipps die nächsten Tage auch meiner Nichte erzählen“ lobte die Pattenserin Elfi Szalka den vereinsseitig von Elke Guth betreuten Kurs.
An Guth wurde auch von mehreren Teilnehmern der Wunsch herangetragen, diesen im nächsten Jahr fortzusetzen. „Die Hälfte des 30 Euro teuren Kurses hat übrigens der Hemminger Seniorenbeirat finanziert“, teilte SV-Pressewart Werner Drotschmann noch mit.

Von Torsten Lippelt

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