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Senioren fordern Anlage für betreutes Wohnen

Hemmingen Senioren fordern Anlage für betreutes Wohnen

Hemmingens Senioren beklagen das Fehlen von altersgerechten Wohnformen und eine mangelhafte Versorgungsstruktur. Das teilt der Seniorenbeirat in seiner Stellungnahme zum Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) mit. Positiv wird das Engagement vieler Vereine in der Seniorenarbeit hervorgehoben.

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Senioren beklagen eine mangelnde Versorgungsstruktur in der Stadt. So ist zum Beispiel der NP-Markt zurzeit der einzige Vollversorger in Arnum.

Quelle: Tobias Lehmann

Hemmingen. Manchmal stimmt eine objektive Einschätzung mit der "gefühlten Situation" nicht überein. Darauf weist der Seniorenbeirat beim Thema Einzelhandelsentwicklung hin. Das Fazit der Stadt lautet im ISEK, dass "Hemmingen eine weitgehend optimale Versorgungsstruktur" aufweist. Dennoch werde der mangelnde Einzelhandel in der Stadt in Gesprächen mit Senioren immer wieder genannt, teilt der Beirat mit. Das Gremium habe Verständnis dafür, dass nicht jedem Einwohner vor der Haustür ein umfassendes Einzelhandelsangebot zur Verfügung gestellt werden kann. Doch für die älteren Mitbürger sei es wichtig, das vorhandene Angebot zumindest zu erhalten und Lücken durch einen professionellen Einkaufsdienst oder im Einzelfall auch durch ehrenamtliche Hilfe zu schließen. Beide Angebote gibt es in Hemmingen. Wünschenswert wäre es dennoch, in allen Ortsteilen kleinere Läden zu haben, die den Grundbedarf decken.

Das zweite von Senioren immer wieder angesprochene Thema sei die  Sorge vor unzureichenden Wohnverhältnissen im Alter. Das Pflegeheim Rosenpark in Hemmingen-Westerfeld biete für stationär Pflegebedürftige eine vernünftige Alternative. Für Senioren, die noch keine stationäre Pflege benötigten, aber dennoch nicht mehr allein leben können, "fehlen hingegen altersgerechte Wohnformen fast völlig", beklagt der Beirat. Wünschenswert wäre eine Anlage, in der jeder seine eigene Wohnung hat und bei Bedarf bestimmte Serviceleistungen in Anspruch nehmen kann. 

Als positiv beurteilt der Beirat, dass viele Vereine, Verbände und weitere Einrichtungen in der Seniorenarbeit tätig sind. Dass diese Angebote in den kleineren Ortsteilen nicht so aus ausgeprägt sind wie in Arnum und Hemmingen-Westerfeld sei kein Mangel, sondern Ausdruck davon, dass dort "familienhafte und nachbarschaftliche Strukturen" noch stärker greifen. Mit dem Seniorenservice ergänze der Beirat die Angebote durch kleine ehrenamtliche Hilfen im Alltag. Das Gremium weist auch auf den Seniorenwegweiser hin, der Angebote für ältere Menschen enthält.  

Beim Thema Naherholung sei für Senioren der geplante Stadtpark und eine parkähnliche Anlage entlang der B3 zwischen Hemmingen-Westerfeld und Arnum wichtig. Das gelte umso mehr, da der Stadtpark in der Nähe des Seniorenheims liege und die Parkanlage in der Nähe möglicher Flächen für die Einrichtung einer Anlage für betreutes Wohnen. In den Park sollte auch der Teich am Tennisplatz einbezogen werden, denn so ließe sich ein Rundweg für Spaziergänger schaffen. In beiden Anlagen sollten "bewegungsanregende Geräte" für Senioren aufgestellt werden.  

Bei Planungen für den Bau oder die Modernisierung von Gebäuden und Straßen sollten ganz allgemein darauf geachtet werden, dass Stufen, Treppen und Hindernisse in allen Bereichen des öffentlichen Lebens durch Orientierungs- und Leitsysteme hervorgehoben werden. Da viele mobile Senioren auch gerne das Fahrrad nutzen, sollte das vorhandene Radwegenetz noch weiter ausgebaut werden. Die Wege sollten sowohl tagsüber als auch bei Dunkelheit eine hohe objektive und subjektive Sicherheit gewährleisten.

Mehr zur Berichterstattung über das ISEK auf haz.li/hemmingen2025

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