Hiddestorf. Die KSG hat zwei an die Siedlung angrenzende Ackerflächen mit einer Gesamtfläche von 32.000 Quadratmetern erworben, die zügig zu Bauland werden sollen. Der entsprechende Bebauungsplan steht kurz vor der Genehmigung. Vorgesehen ist, auf der Fläche 38 Grundstücke für freistehende Einfamilien- oder Doppelhäuser anzubieten. Die Grundstücksgrößen liegen bei 520 bis 840 Quadratmeter, die Preise laut Kruse etwas höher als die 135 Euro, die im ersten Bauabschnitt zu zahlen waren. Im Frühjahr werden zunächst die Archäologen das Gebiet untersuchen. Die Kosten dafür betragen nach Angaben des Geschäftsführers 400.000 Euro. „Ich hoffe, sie finden viele alte Sachen, damit sich der Aufwand auch lohnt“. Er wisse nicht, was sich der Gesetzgeber bei solchen Auflagen gedacht hat.
Bürgermeister Claus Schacht nutzte die Gelegenheit, den Standort Hiddestorf zu loben. Um die Infrastruktur des Dorfs zu halten, brauche Hiddestorf Neubürger. Er hoffe auf eine zügige Entwicklung. Der Baubeginn für die ersten Häuser ist für den Spätsommer geplant. Der zweite Bauabschnitt soll 2014, der dritte im Jahr 2016 beginnen.
Beim Wohngebiet Am Eschenacker als erstem Bauabschnitt am Wiesenweg war dies nicht ganz so leicht. Es steht vor dem Abschluss einer komplizierten Erschließung. Nach dem ersten Spatenstich vor vier Jahren stoppten zunächst Feldhamstervorkommen die Tiefbauarbeiten. Dann entdeckten Archäologen Reste einer rund 2000 Jahre alten Siedlung, die sie sorgsam freilegten, bevor Bagger und Planierraupen anrückten. „Da war schon ein Jahr verstrichen“, erinnert sich Kruse.
Die KSG ließ trotz aller auch kostenträchtiger Probleme nicht vom Projekt ab. Auf 28 Grundstücken mit einer Gesamtfläche von 20.000 Quadratmeter ist das Wohnquartier entstanden. Schacht lobte die Arbeit der KSG bei der offiziellen Freigabe der noch nicht ganz fertiggestellten Straßen und Wege. Und Schacht lobte das Ergebnis: „Das Wohngebiet ist insgesamt gut gelungen“, sagt er. „Und jetzt kann man auch problemlos hineinfahren.“
Stefan Vogt
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