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Sorge um Verkehrsinfarkt auf B3

Hemmingen-Westerfeld Sorge um Verkehrsinfarkt auf B3

Das geplante Büroensemble an der B3 in Hemmingen-Westerfeld sorgt für Diskussionsstoff. Bürger sorgen sich vor allem um die Verkehrssituation auf der schon jetzt stark belasteten Weetzener Landstraße.

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So soll der Neubau an der B3/Weetzener Landstraße aussehen.

Quelle: Büro Max Dudler

Hemmingen-Westerfeld.  Droht der Verkehr an der Kreuzung B3/Weetzener Landstraße zusammenbrechen? Reichen die bestehenden Geschäfte und gastronomischen Angebote in Hemmingen-Westerfeld nicht aus? Das sind zwei häufig geäußerte Fragen von Lesern, nachdem die Pläne für ein Büroensemble für rund 1000 Mitarbeiter an dieser Stelle bekannt geworden sind. Der Entwurf, unter anderem mit einem 13-stöckigen Hochhaus, stammt von dem Schweizer Architekten Max Dudler. 

Fakt ist: „Die Weetzener Landstraße liegt bereits heute an der Grenze der verkehrlichen Leistungsfähigkeit“, heißt es im Entwurf des neuen Hemminger Verkehrswegeplans. Die Straße soll entlastet werden, indem der Verkehr über eine noch zu bauende Verlängerung der Alfred-Bentz-Straße, also zum Beispiel am Real-Markt und Aldi vorbei, zur B3 geführt wird. Ein Teil des Verkehrs wird sich laut Prognosen zudem wegen der B3-Ortsumgehung verlagern, die 2019 freigegeben werden soll. Für das Büroensemble ist eine zweigeschossige Tiefgarage vorgesehen. Zudem wird davon ausgegangen, dass nicht alle Mitarbeiter und Besucher des Gebäudekomplexes mit dem Auto kommen, sondern zum Beispiel mit der Stadtbahn. Die neue Linie – die Endhaltestelle soll direkt gegenüber des Büroensembles entstehen - wird wahrscheinlich frühestens 2020 fertig sein. 

Im Hinblick auf neue Geschäfte und Gastronomie hatte bereits Werner Fürst von der Firma Fürst Immobilien Hannover bereits in der Sitzung des städtischen Fachausschusses darauf hingewiesen, dass der „tägliche Bedarf“ für rund 1000 Mitarbeiter zu decken sei. Systemgastronomie wie Vapiano werde sich nicht in Hemmingen ansiedeln, aber möglicherweise „eine Stufe darunter“. Fürst fügte hinzu: „Der Nutzer erwartet auch einen Anteil von Wellness und Fitness.“ Ulrike Roth, Ratsfrau der Bündnisgrünen, machte deutlich: „Wir haben Interesse an einer belebten Zone im Erdgeschoss und nicht daran, dass da ab und zu mal einer mit Akten durchgeht.“ 

Für Irritationen in den vergangenen Tagen sorgte der Zeitplan. Im Ausschuss hieß es, das Vorhaben solle möglichst innerhalb der nächsten vier Jahre verwirklicht werden. Mieter auf dem Gelände, auf dem das Büroensemble entstehen soll, verwiesen am Montag im Gespräch mit dieser Zeitung auf Mietverträge, die erst später auslaufen. 

Die bisherigen Kommentare auf der Facebook-Seite dieser Zeitung zu dem Thema sind überwiegend negativ und reichen von „hässlich“ über „ein zweites Ihme-Zentrum“ bis hin zu „passt gar nicht zum Konzept von Hemmingen“. Ein Nutzer schrieb, die Planung gehe „am Bedarf vorbei, denn wegen Teleheimarbeit wird es innerhalb der nächsten 10 Jahre eine feste Bürozuordnung nicht oder nur sehr eingeschränkt geben“. 

Von Andreas Zimmer

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