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Vereine dürfen Häkchen nicht vergessen

Hemmingen-Westerfeld Vereine dürfen Häkchen nicht vergessen

Hemmingens Sportvereine müssen, wenn sie Anträge auf Zuschüsse stellen, ab sofort eine Checkliste beilegen. Nur die DUH/BfH-Gruppe stimmte in der Ratssitzung am Donnerstagabend gegen die neue Regelung, dabei war die DUH Impulsgeber. Zuvor wurde diskutiert, was passieren soll, wenn auf der Liste Häkchen fehlen.

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Die ursprüngliche Richtlinie war zu lang. Jetzt wird eine kürzere Checkliste ausprobiert.

Quelle: Andreas Zimmer

Hemmingen. Über Monate wird in Hemmingen schon darüber debattiert, wie Zuschussanträge von Sportvereinen auszusehen haben. Nachdem die Vereine kritisiert hatten, dass ihre Anträge bei den Beratungen zum Etat 2015 „lapidar vom Tisch gefegt worden sind“, beantragte die DUH ein Eckpunktepapier. Die Verwaltung erstellte eine längere Richtlinie, die sie später durch eine kürzere ersetzte. Letztlich war es eine Checkliste, die sich durchsetzte. Vereine müssen nun bestimmte Fristen einhalten und sie sollen Fragen abhaken wie „Liegt eine kurze Beschreibung des Vorhabens vor sowie eine Begründung und ein Zeitplan?“.

Wolf Hatje sagte im Rat, die Checkliste sei nicht das, was die DUH wollte. „Wenn es um Geld geht, ist es normal, dass gewisse Regularien eingehalten werden, nur in Hemmingen nicht“, empörte er sich. „Wir müssen die Zuschussanträge formeller in den Griff bekommen, um uns und der Stadtverwaltung die Arbeit zu erleichtern.“ Hatje fragte, was eigentlich passiere, wenn auf der Checkliste Häkchen fehlen.

Das müsse nicht geregelt werden, entgegnete der CDU-Fraktionsvorsitzende Ulff Konze. Er warnte vor zu viel Bürokratie. „In den vergangenen 40 Jahren hat die Sportförderung doch gut funktioniert.“ Zudem sei die Zahl der Sportvereine in Hemmingen überschaubar. Die Stadt solle erst einmal die Checkliste einführen und gegebenenfalls nachbessern.

So sieht es auch die Arbeitsgemeinschaft der Hemminger Sportvereine. Vorsitzender Harald Gries hatte schon im November gegenüber dieser Zeitung geäußert: „Die Checkliste muss ja nicht für die nächsten 200 Jahre gelten.“

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Jens Beismann gab im Rat zu bedenken, dass die Fraktionen für den „hochgradigen Informationsinput“ Vertreter der Sportvereine für nähere Erläuterungen einladen könnten. So habe es die SPD zum Beispiel jüngst mit dem SC Hemmingen-Westerfeld getan.

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