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Stadt will Fertighäuser für Flüchtlinge bauen

Hemmingen Stadt will Fertighäuser für Flüchtlinge bauen

Bei der Unterbringung von Flüchtlingen schließt die Stadt das Errichten von kleinen Häusern aus Fertigmodulen nicht mehr aus. Auf dem freien Markt gibt es kaum noch Wohnungen.

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Das Rathaus in Hemmingen.

Quelle: Zimmer (Symbolbild)

Hemmingen. Bei der Unterbringung von Flüchtlingen schließt die Stadt Hemmingen das Errichten von kleinen Häusern aus Fertigmodulen nicht mehr aus. „Wir sehen uns auf dem Markt um“, sagte Bürgermeister Claus Schacht am Dienstag. Es sei daher noch zu früh, um über Standorte zu sprechen.

Bis Ende 2016 würden in Hemmingen rund 100 Wohnungen für Flüchtlinge gebraucht. „Wir kaufen bereits auf und mieten an“, sagte Schacht. Doch beim Modell der dezentralen Unterbringung werde die Stadt an ihre Grenzen kommen und müsse rechtzeitig Vorsorge treffen. Mittlerweile leben in allen sieben Stadtteilen insgesamt 165 Flüchtlinge und Asylbewerber.

Auf den Aufruf der Stadtverwaltung von vor einer Woche, auf Wohnraum hinzuweisen oder anzubieten, habe es leider nur zwei Rückmeldungen gegeben, sagte Schacht. Davon sei eine Wohnung sogar erst ab Juni nächsten Jahres frei.

Auf Dauer sei das Unterbringen und Betreuen der Flüchtlinge mit dem jetzigen Personal der Stadtverwaltung nicht zu gewährleisten. Schacht sprach von einer „Sondersituation“. Die Verwaltung habe den enormen Koordinations- und Organisationsaufwand bislang bewältigen können. „Doch wir brauchen jetzt Unterstützung bei der alltäglichen Arbeit mit den Flüchtlingen.“

Schacht erläuterte, die Verwaltung führe deshalb Gespräche mit Sozialverbänden, die die Wohnungen für die Flüchtlinge einrichten, sie betreuen und sich beispielsweise auch um den Deutschunterricht kümmern. Die Kosten sollen von der Region erstattet werden.

Der Bürgermeister hatte am Montagabend den nicht öffentlich tagenden Verwaltungsausschuss über die aktuelle Situation in Hemmingen informiert. Schacht sagte gegenüber dieser Zeitung, die Verwaltung habe die „volle Unterstützung“ des Gremiums. Alle Vorschläge würden mitgetragen.

Wer eine Wohnung vermieten oder verkaufen will oder bereit ist, in einem Gäste- oder Messezimmer für eine begrenzte Zeit Flüchtlinge gegen eine Mietzahlung aufzunehmen, wählt die Rufnummer (0511) 4103199 in der Stadtverwaltung oder schreibt eine E-Mail an rathaus@stadthemmingen.de.

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