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Stadt baut unterirdische Wasserspeicher

Hemmingen Stadt baut unterirdische Wasserspeicher

In ihnen soll sich bei starkem Regen das Wasser sammeln: In der alten Wilkenburger Straße in Arnum und an der Grundschule in Hemingen-Westerfeld werden unterirdische Speicher gebaut. Zudem wird der Regenwasserkanal in der Straße Dicken Riede in Wilkenburg umgebaut.

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Ein Fahrradfahrer auf einer überschwemmten Straße (Symbolbild).

Quelle: Julian Stratenschulte

Hemmingen. Bei starken Regenfällen werden bei vielen Hemmingern wieder die Erinnerungen an den August 2014 wach. Damals waren Straßen, Garagen und Keller in Arnum überschwemmt. Die Stadt reagierte darauf, ließ wassertechnische Berechnungen erstellen und begann mit der Planung unterirdischer Speicher. Nun ist es soweit.

Die Investitionen beziffert die Verwaltung auf etwa 250.000 Euro. Die Stadt bittet Anwohner um Verständnis für Sperrungen, Lärm und Schmutz. Tiefbauamtsleiter Dietmar Juschkewitz erläutert: „Die Verwaltung ist sich bewusst, dass diese drei Maßnahmen nicht die Überstauungsprobleme im gesamten Stadtgebiet lösen werden. Sie sind nur ein erster Schritt.“ Weitere Überschwemmungen seien also weiterhin nicht ausgeschlossen. „In den nächsten Jahren sind aber ähnliche Verbesserungen an weiteren Stellen im Kanalnetz, auch in anderen Stadtteilen, beabsichtigt.“ So zum Beispiel in Hiddestorf und Ohlendorf: Für diese beiden Stadtteile reichte Juschkewitz zufolge das Geld in diesem Jahr nicht. Wenn der Rat das Geld für 2018 bereitstellt, könnte die Arbeiten an den Regenwasserkanälen auch dort beginnen.

Das gesamte Entwässerungsnetz der Stadt mit insgesamt etwa 150 Kilometer langen Leitungen, davon etwa 80 Kilometer für Abwasser, stamme aus den sechziger und siebziger Jahren. „Es kann den heutigen Anforderungen mit häufigeren und stärkeren Regenereignissen nicht in vollem Umfang angepasst werden.“ Beim Durchmesser der Kanäle haben früher beim Bau andere Maßstäbe gegolten. Für die Sanierung der Hauptabwasserkanäle nach dem sogenannten Inlinerverfahren sind im Haushalt dieses Jahres 100.000 Euro vorgesehen. „Das ist das absolute Minimum, was wir ausgeben müssen“, hatte Juschkewitz jüngst in einer Fachausschusssitzung erläutert. Die Hauptleitungen liegen in Arnum und Hemminen-Westerfeld.

So will die Stadt bei den Speichern vorgehen:

In Arnum in der Sackgasse der alten Wilkenburger Straße wird ein zusätzlicher unterirdischer Speicher gebaut. Er soll 70.000 Liter Regenwasser fassen, das dann erst später abfließt. Der Speicher entsteht dort, wo mehrere große Regenwasserkanäle zusammenfließen. Diese und auch die Arbeiten in den anderen beiden Stadtteilen dauern jeweils etwa sechs Wochen. In Wilkenburg wird anschließend in der Straße Dicken Riede ein Kanal umgebaut, um den dortigen Engpass, wie es die Verwaltung formuliert, zu beseitigen. Die Straße zweigt von der Alten Dorfstraße ab. In Hemmingen-Westerfeld gehen die Arbeiten im Spätsommer weiter. Auf dem Gelände der Grundschule am Köllnbrinkweg wird ein zusätzlicher unterirdischer Speicher für Regenwasser eingebaut.

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