Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -6 ° heiter

Navigation:
Kontroverse um Workshop für mehr Bürgerservice

Hemmingen Kontroverse um Workshop für mehr Bürgerservice

Wie können Rats- und Ausschusssitzungen in Hemmingen attraktiver werden? Ideen erhoffen sich die Unabhängigen Hemminger bei einem Workshop, den die Stadtverwaltung für interessierte Bürger und Fraktionsmitglieder anbieten soll. SPD und CDU kritisieren, dass die DUH die Aufgabe der Verwaltung überlässt.

Voriger Artikel
Hannoversche Geheimnisse im Hemminger Rathaus
Nächster Artikel
„Gedenkt man aller, gedenkt man fast keinem“

Oft bleiben Zuhörerreihen im Ratssaal in Hemmingen leer wie auf diesem Bild bei einer Ratssitzung.

Quelle: Andreas Zimmer

Hemmingen. „Das ist die falsche Adresse“, sagt CDU-Fraktionschef Ulff Konze. „Das wäre ja so, als wenn der Landtag die Landesregierung beauftragt die Parlamentsdebatten spannender zu gestalten.“ Konze betont: „Impulse und Inhalte müssen von den Fraktionen selbst kommen.“ Dass die Rats- und Ausschusssitzungen optimiert werden können, daran bestehe kein Zweifel.

Der DUH-Fraktionsvorsitzende Wolf Hatje betont gegenüber dieser Zeitung: „Natürlich ist das die Aufgabe der Politik. Die Verwaltung soll den Workshop auch nicht gestalten, sondern sich nur um organisatorische Fragen kümmern.“ Die Moderation sollte ein Kommunalpolitiker oder ein Externer übernehmen. Die DUH wolle ihren Antrag wie geplant in der Ratssitzung am Donnerstag, 24. November, stellen.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Jens Beismann hingegen fordert die DUH auf den Antrag zurückzunehmen. „Wir müssen uns an die eigene Nase fassen. Die Verwaltung kann uns in einigen Punkten helfen, aber sie ist dafür da unsere Beschlüsse umzusetzen.“ Er schlägt eine interfraktionelle Arbeitsgruppe mit der Ratsvorsitzenden und ihren Stellvertretern vor. Beismann gibt zu bedenken, dass es bestimmte Vorschriften gibt, wie eine Sitzung verlaufen muss. „Die Ratssitzung kann keine Dauer-Bürgersprechstunde sein.“ Im Übrigen werden die Sitzungen in den Fachausschüssen bereits häufiger unterbrochen, um Zuhörer zu Wort kommen zu lassen.

Die DUH nennt in ihrem Antrag etliche Stichworte, über die in dem Workshop diskutiert werden könnte. Dazu gehören die Möbel im Ratssaal mit den großen Ledersesseln, die in U-Form oder rechteckig angeordnet sind. Denkbar wäre, dass anfangs in die jeweiligen Themen eingeführt wird. Der oder die Vorsitzende des Ausschusses könnte zudem den aktuellen Diskussionsstand erläutern. Als weitere Themen nennt die DUH das „Auslegen von Unterlagen“ und die „Ausstattung mit Präsentationsmedien“.

Seit der Kommunalwahl Mitte September ist das Thema in dieser Zeitung präsent. Eine Auswahl der bisher veröffentlichten Ideen:

Vorschläge von Kommunalpolitikern:

-Auf den Tagesordnungen sollte konkret und in einfacher Sprache stehen, um was es sich handelt.

-Die Stadtverwaltung soll frühzeitig über „große Themen“ informieren, zum Beispiel in Bürgerversammlungen.

-Wenn Sitzungen für Zuhörer unterbrochen werden, sollte ein Dialog mit ihnen beginnen, nicht nur wie bisher eine Fragestunde.

-Die Sitzordnung im Ratssaal sollte geändert werden. Zurzeit haben Zuhörer die Rücken der Kommunalpolitiker vor sich. Außerdem ist die Akustik schlecht.

-Ausschüsse und der Rat sollen in allen Stadtteilen tagen, nicht nur meist im Rathaus in Hemmingen-Westerfeld.

Vorschläge in Leserbriefen:

-Die Redezeit sollte auf ein „erträgliches Maß“ begrenzt werden.

Vorschläge von Zuhörern in Sitzungen:

-Es soll einen Tag der offenen Tür im Rathaus geben.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Hemmingen
doc6slnq62pps81faop4l5g
Kaninchen suchen ein neues Zuhause

Fotostrecke Hemmingen: Kaninchen suchen ein neues Zuhause