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Erste Firmen sind an Belegplätzen interessiert

Hemmingen Erste Firmen sind an Belegplätzen interessiert

Die ersten Rückmeldungen sind da: Fünf Hemminger Firmen zeigen bereits Interesse an Belegplätzen in Kindertagesstätten. Die Stadt Hemmingen hat neue Wege bei der Wirtschaftsförderung beschritten.

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Das Rathaus in Hemmingen-Westerfeld.

Quelle: Andreas Zimmer

Hemmingen. Die Verwaltung hat 137 Firmen angeschrieben, nach ihrem Interesse an Belegplätzen in Hemminger Kitas gefragt und einen Fragebogen beigelegt. Das hat seinen besonderen Grund: „Es ist der zunehmende Mangel an Fachkräften und die Notwendigkeit vieler Beschäftigter, ihr Kind während der Arbeitszeit gut und ausreichend betreut zu wissen“, erläutert Diana Sandvoß, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt. Deshalb erwäge die Stadt Belegplätze in Kitas anzubieten.

Das Angebot richte sich an Auswärtige, die nach Hemmingen pendeln und dort arbeiten. Wer in Hemmingen wohnt und dort einen Job hat, dessen Kind habe ohnehin einen Anspruch auf einen Platz. „Die Belegplätze könnten von Betrieben gegen einen jährlichen Kostenbeitrag gebucht werden, um sie direkt an den Firmennachwuchs weiterzugeben.“ Sandvoß betont: „Es ist eine allererste Abfrage.“ Erst wenn es viele positive Rückmeldungen gibt, werde die Verwaltung mit der konkreten Planung beginnen. Die ersten Belegplätze wären ab 2019 frei. In diesem Jahr soll die neue Kindertagesstätte an der Weetzener Landstraße in Hemmingen-Westerfeld eröffnet werden.

Die Verwaltung habe alle Firmen ab fünf Mitarbeitern angeschrieben, darunter auch Arztpraxen, Einzelhandels- und Handwerksbetriebe. „Wir haben keine vollständige Liste und hoffen, dass wir alle berücksichtigten konnten“, sagt Sandvoß. Wer keinen Fragebogen erhalten hat, meldet sich bei ihr unter Telefon (0511) 4103177, E-Mail: gleichstellungsbeauftragte@stadthemmingen.de.

Fast 50 Firmen haben Sandvoß zufolge geantwortet, dass sie kein Interesse an den Belegplätzen haben. Eine Frist, bis wann sie sich melden sollen, gebe es nicht. Die Idee zu dem Angebot stamme aus Wunstorf, sagt Sandvoß. Dort wurde 2014 eine Betriebskindertagesstätte der Johanniter-Unfall-Hilfe eröffnet. Unternehmen können 45 Plätze buchen, die sie an ihre Angestellten weitergeben. 20 Plätze werden frei vergeben. Nicht gebuchte Plätze gehen ins freie Gesamtkontigent. Zu den Vertragspartnern gehört zum Beispiel der Fliegerhorst Wunstorf.

Hemmingens Bürgermeister Claus Schacht sagte: „Wir gehen davon aus, dass in den Hemminger Unternehmen Familienfreundlichkeit groß geschrieben wird. Mit diesem Angebot möchten wir den Firmen einen weiteren Baustein dafür vorschlagen.“

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