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Stadt kommt mit den Personalkosten nicht aus

Hemmingen Stadt kommt mit den Personalkosten nicht aus

Die Stadt Hemmingen kommt mit den Personalkosten nicht aus. Es sei das erste Mal seit Jahren, erläuterte die Erste Stadträtin Regina Steinhoff. Zum Jahresende werde das Defizit im Personaletat etwa 100.000 Euro betragen.

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Quelle: Dpa

Hemmingen. Tatsächlich fehlen weitere fast 200.000 Euro, doch die Verwaltung werde diese Summe anderswo sparen. Das sei möglich beispielsweise wegen Langzeiterkrankungen, bei denen die Krankenkassen einen Teil des Lohns weiterzahlen.

Schon seit Jahresbeginn steht fest, dass 50.000 Euro fehlen werden. Um diese Summe hatte der Rat den Personaletat im Haushalt 2016 pauschal gekürzt. Heiko Malina, Leiter vom Service Zentrale Dienste, erläuterte am Montagabend vor dem Finanzausschuss, eine weitere Ursache seien die Tarifabschlüsse bei den Kindertagesstätten. 111.000 Euro mehr als geplant seien hierfür zu zahlen.

Den größten Anteil aber haben Aushilfen in den Kindertagesstätten. Die Verwaltung habe die Kosten auf 140.000 Euro beziffert, bis zum Jahresende könnten sie auf 320.000 Euro steigen. Warum? „Wir haben die vergangenen fünf Jahre verglichen“, sagte Malina. Die Zahl der Kita- und Hortgruppen sei von 30 auf 41 gestiegen und die Zahl der Plätze von 619 auf 804. Gab es 2011 insgesamt 74 Mitarbeiter mit festen Stellen, sind es jetzt 210. Die Zahl der Fehltage sei gegenüber 2015 um etwa 30 Prozent gestiegen. Die genauen Gründe seien noch zu klären. „Wir beschäftigen viele junge Kräfte“, sagte Malina. „Berufsanfänger sind erfahrungsgemäß häufiger krank.“ Dabei mache die Verwaltung viele Gesundheitsangebote wie die Rückenschule. In Krippengruppen sind drei Mitarbeiter tätig und in Kita-Gruppen zwei. „Wir können nur mit Aushilfen arbeiten, weil wir keine Bewerbungen mehr für befristete Erzieher bekommen.“

Auf Rückfragen aus dem Finanzausschuss erläuterte die Erste Stadträtin, dass Hemmingen bei Vergleichen bislang nie aufgefallen sei. Die Personalkosten betragen etwa 13 Millionen Euro. Reinhard Schütze (SPD) fragte, ob „Gebührenerhöhungen im Haushalt abgebildet werden“. Es gab dazu nur einen Kommentar vom Ausschussvorsitzenden Wolf Hatje: „Wenn Gebühren erhöht werden, muss das erklärbar sein. Das ist unsere Aufgabe in der nächsten Ratsperiode.“

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