Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 12 ° wolkig

Navigation:
Stadt stellt Entwicklungskonzept vor

Hemmingen-Westerfeld Stadt stellt Entwicklungskonzept vor

Wie soll Hemmingen in acht Jahren aussehen? Mit dieser Frage hat sich die Stadtverwaltung ein Jahr lang beschäftigt und für alle Bereiche - vom Wohnen bis zum Hochwasserschutz - Lösungsvorschläge erarbeitet. Die Ergebnisse sollen jetzt öffentlich diskutiert werden.

Voriger Artikel
Lysistrata - der Krieg muss weg
Nächster Artikel
Wasserkocher schmort auf Herdplatte

Im Stadtentwicklungskonzept zeigt die Stadt auf, wo weitere Baugebiete wie dieses an der Bockstraße in Arnum möglich sind.

Quelle: Stephanie Zerm

Hemmingen-Westerfeld. "Wir haben ein hartes Jahr mit viel Arbeit hinter uns", erklärte Bürgermeister Claus Schacht am Donnerstagabend im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt. Dort präsentierte er gemeinsam mit Stadtplanerin Angela Anders erstmals das Resultat der langwierigen Fleißarbeit: ein 125 Seiten dickes Konzept, in dem alle Bereiche Hemmingens unter die Lupe genommen und mit Entwicklungsvorschlägen versehen worden sind.

Das sogenannte Integrierte Stadt Entwicklungskonzept (ISEK) 2025 reicht von den Bereichen Wohnen, Wirtschaft und Gewerbe bis hin zu Bildung, Betreuung und Verkehr. "An der Erstellung haben alle Fachbereiche mitgewirkt", erklärte Schacht.

Auf den 125 dicht beschrieben Seiten hat die Verwaltung alles erfasst, was in den nächsten acht Jahren im Stadtgebiet passieren soll. "Damit werden die Weichen für die langfristige Entwicklung Hemmingens gestellt", sagte Schacht. Vor allem durch den Bau der B3-neu und der Verlängerung der Stadtbahnlinie bis Hemmingen-Westerfeld eröffneten sich völlig neue Perspektiven - etwa für die Ausgestaltung eines Ortszentrums in Arnum.

Der demografische Wandel habe bis 2025 keine gravierenden Auswirkungen auf Hemmingen", erklärte Angela Anders. Lediglich ein leichter Bevölkerungszuwachs werde erwartet. Um weiter an Einwohnern zuzulegen, müssten jedoch neue Baugebiete ausgewiesen werden. Diese seien nach wie vor stark nachgefragt. Daher zeigt das Stadtentwicklungskonzept unter anderem auch auf, wo neue Flächen als Bauland ausgewiesen werden können. Dabei gibt es allerdings nur begrenzte Entwicklungsmöglichkeiten, da viele Gebiete bereits anders überplant sind - etwa als Landschafts- und Naturschutzflächen oder für den Bodenabbau.

Auch von der Idee, ein "Haus der Bildung" zu errichten, ist die Rede. "Dort könnten dann Musikschule und VHS untergeracht werden", sagte Schacht. Dabei betonte er, dass das Stadtentwicklungskonzept lediglich ein Vorentwurf sei, der Alternativen zulasse.

Nach Ostern soll das Konzept der Öffentlichkeit vorgestellt werden. "Dazu werden wir eine Infoveranstaltung in Hemmingen-Westerfeld und eine in Arnum organisieren", kündigte Fachbereichsleiter Axel Schedler an.

Seit Donnerstagabend um 19 Uhr ist das sogenannte ISEK 2025 bereits online einsehbar. Zu finden ist es auf der Internetseite der Stadt unter www.stadthemmingen.de. Dort können Bürger das Konzept auch diskutieren und Fotos einreichen.

"Wir hoffen auf eine rege Beteiligung", sagte Schacht und kündigte an, Kritik der Bürger aufzugreifen und in eine überarbeitete Version mit einfließen zu lassen. "Wir glauben nicht, dass wir die Weisheit mit Löffeln gegessen haben und sind auf die Mithilfe der Bürger angewiesen", betonte der Verwaltungschef. Auch die Politik wird das Konzept in den Ausschüssen nun im Detail diskutieren. Ende des Jahres soll dann der Rat darüber beschließen.

Von Stephanie Zerm

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6meqd5cvtxhk4kw34xh
Ausschuss: Forum für 850.000 Euro sanieren

Fotostrecke Hemmingen: Ausschuss: Forum für 850.000 Euro sanieren