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Stadt will Zuschuss für Mausoleumstür zahlen

Hemmingen-Westerfeld Stadt will Zuschuss für Mausoleumstür zahlen

Die über Jahrzehnte verschwundene Eingangstür zum Mausoleum kann zurück nach Hemmingen. Der Rat will das erforderliche Geld dafür in seiner Sitzung am 9. März beschließen. Die Große Koalition aus SPD und CDU hat bereits einen Zuschuss der Stadt in Höhe von 4000 Euro für dieses Jahr angekündigt.

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Das Bild zeigt einen Teil der Tür des Mausoleums in Gehrden.

Quelle: privat

Hemmingen-Westerfeld. Die Kosten liegen laut dem Angebot eines Restaurators um rund 900 Euro höher. Möglicherweise kommen noch weitere 1000 Euro zum Beispiel für einen Statiker dazu, teilt die Stadtverwaltung mit. Der Förderverein Mausoleum Graf Carl von Alten hatte den Rat um einen „maximalen, möglichen Zuschuss“ gebeten, um die Eichentür von der Grabstätte im Naturschutzgebiet Sundern restaurieren zu lassen und sie dann an ihrem neuen Standort in der Friedhofskapelle in Hemmingen-Westerfeld aufzustellen.

Zurzeit befindet sich die Tür im Obergeschoss eines Privathauses in Gehrden und soll über das begehbare Dach abtransportiert werden. Das ist nicht einfach, denn die Tür ist nicht nur 3,50 Meter hoch und 1,64 Meter breit, sondern auch etwa 340 Kilogramm schwer. Mitglieder des Mausoleumsvereins, Vertreter der Stadt Hemmingen und ein Restaurator aus Lemgo haben sie sich vor wenigen Wochen in Gehrden angesehen. Von Kerben über Vertiefungen bis hin zu Initialen: Die Zeit ist nicht spurlos an der Tür vorübergegangen. An mehreren Stellen sind laut Verwaltung zum Beispiel die Ornamente und die Rosette beschädigt. Es fehlen zwei der sieben Rauten unten an der Tür.

„Die Tür wurde nach Aussage der Besitzerin farblich verändert, als sie aufgestellt wurde“, erläutert die Verwaltung in einer Drucksache. „Die Farbe war seinerzeit stark verwittert. Mehrere Schichten Farbe wurden abgebeizt und einige Ornamente durch gelbe Farbe hervorgehoben.“ Der Restaurator weise darauf hin, dass sich die ursprünglichen Farben nur durch „aufwendiges Abtragen der einzelnen Farbschichten rekonstruieren ließen“. Er schlage vor, die Farbanstriche abzubeizen und Leinöl aufzutragen. Die Arbeiten werden etwa vier Wochen dauern. Komplett begutachten lässt sich die Tür nicht, da sie mit der Rückseite an der Wand befestigt ist.

Im Hinblick auf den Transport warnt die Verwaltung: „Es könnte sein, dass die Tür instabil geworden ist, was beim Transport zu einer Beschädigung oder zum Totalschaden führen könnte.“ Deswegen solle ein Experte wie ein Restaurator diese Aufgabe übernehmen und nicht der Städtische Betriebshof.

Die Tür ist nach Angaben der Gehrdenerin, die sie aufbewahrt, in den siebziger Jahren, als das Mausoleum verfiel, weggebracht worden. Nun, da die Ruine des Mausoleums gesichert ist, soll die Tür zurück nach Hemmingen - so der Wunsch ihres verstorbenen Ehemannes. Reinhard Schütze, Vorsitzender des Mausoleumsvereins, macht in dem Zuschussantrag deutlich: „Die Tür ist für den Förderverein, aber auch für die Stadt ein wichtiges, denkmalgeschütztes Kulturgut, das allen Bürgern einen weiteren Zugang schafft zur Erinnerung und Bedeutung von Graf Carl von Alten, zu seinem Leben und Wirken und zu seiner damaligen Ruhestätte im Sundern.“

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