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Stadtarchiv soll für alle Bürger offen sein

Hemmingen Stadtarchiv soll für alle Bürger offen sein

Die Chancen für ein Stadtarchiv in Hemmingen stehen gut. Alle Ratsfraktionen befürworten das Vorhaben, scheuen aber hohe Personal- und Sachkosten. Werden Ehrenamtliche die neue Einrichtung betreuen? Am Donnerstag, 15. September, diskutiert der Rat über das Thema.

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Wohin mit alten Fotos wie diesen? Das Stadtarchiv soll sie annehmen, ordnen und für die Öffentlichkeit nutzbar machen. Das undatierte Foto der Neubausiedlung Hemmingen-Westerfeld stammt aus Broschüre "Hemmingen damals" der Bürgerstiftung.

Quelle: Bürgerstiftung Hemmingen

Hemmingen. Sven Bertram zufolge ist im Rathaus kein Platz mehr für ein Stadtarchiv. Bertram leitet den Fachbereich Bürgerservice, in dessen Zuständigkeitsbereich das Archiv fallen würde. Es gebe aber auch kein Personal dafür, merkte er an. Dokumente und Sachspenden werden zurzeit im Kellergeschoss des Rathauses gelagert.

DUH-Ratsherr Wolf Hatje sagte in der jüngsten Sitzung des Fachausschusses: „Eine Lösung mit Ehrenamtlichen wäre gut, eventuell von der Stadt mit Geld unterstützt.“ Kurt Pages (SPD) machte deutlich, es dürfe nicht dazu kommen, dass Erben alte Dokumente von verstorbenen Hemmingern unwissentlich entsorgen. Die SPD-Fraktion hat beantragt, die Stadtverwaltung solle prüfen, wo Heimatgeschichtliches, gesammelt von Privatleuten, sicher aufbewahrt und von der Öffentlichkeit genutzt werden kann. Der Rat befasst sich am Donnerstag, 15. September, 19 Uhr, in öffentlicher Sitzung im Rathaus mit dem Thema.

Bürgermeister Claus Schacht schlug im Gespräch mit dieser Zeitung vor, einen Experten in den Fachausschuss einzuladen. Die Verwaltung könne zudem gute Beispiele aus Städten vergleichbarer Größenordnung sammeln und vorstellen. „Ich halte ein Stadtarchiv für eine elementare Aufgabe“, sagte Schacht.

Weitere Themen der Ratssitzung (der am Sonntag gewählte Rat konstituiert sich erst im November):

Verkehrssicherheit: An Querungen am Kreisel am Real-Markt soll rote Farbe aufgebracht werden. Zudem ist eine Prioritätenliste mit weiteren gefährlichen Querungen im Stadtgebiet geplant.

Essensgeld: Das Mittagessen in den Hemminger Kindertagesstätten soll künftig 2,90 Euro kosten, 60 Cent mehr als bisher.

Neue Verbindung: Ein Fuß- und Radweg soll südlich der Gartenhofhäuser am Weg An der Landwehr bis zum Neubaugebiet Bockstraße verlaufen.

Inklusion: Statt mehrerer Lehrer mit geringem Stundenbudget besser eine oder mehrere Vollzeitstellen schaffen – dieser Forderung des Schulelternrates der KGS zur Inklusion sollen sich die Fraktionen in einer Ratsresolution anschließen.

Integration: Der Rat will ein Konzept zur Integration von Flüchtlingen beschließen.

Neue Häuser: Zwei Hiddestorfer wollen auf ihren großen Grundstücken zwei Wohngebäude errichten. Dafür ist der Bebauungsplan zu ändern.

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