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Stadtbahnverlängerung soll 2017 beginnen

Ausführungspläne stehen fest Stadtbahnverlängerung soll 2017 beginnen

Im Jahr 2017 wird mit der Stadtbahnverlängerung nach Hemmingen-Westerfeld begonnen. Auf der heutigen B3 steht dann nur eine Fahrspur in jeder Richtung zur Verfügung. 

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Die neusten Ausführungspläne für die Umgehungsstraße werden von den Besuchern im KGS-Forum mit den Fingern gelesen.

Quelle: Zimmer

Hemmingen. Der Verkehr auf der neuen Strecke vom Landwehrkreisel aus soll für etwa zwei Jahre im Industriegebiet am Hohen Holzweg in Arnum auf die heutige B3 gelenkt werden – ein umstrittener Plan.

GRAFIK: Neubau der Bundesstraße 3

Kommt es am Hohen Holzweg zum Verkehrsinfarkt? Das befürchteten Besucher des Informationsabends der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr am Mittwochabend im Hemminger KGS-Forum. Am Hohen Holzweg befinden sich zum Beispiel der Städtische Betriebshof sowie mit der Firma B.A.S. eines der größten Baustellen-Absperr-Serviceunternehmen Deutschlands.

„Ich kann Ihre Ängste verstehen, aber wir nehmen nur einen Teilverkehr aus der Ortsdurchfahrt heraus“, sagte Friedhelm Fischer. Er leitet den Geschäftsbereich Hannover der Landesbehörde. „Es wird Einschränkungen geben, und man muss sie in der Übergangszeit akzeptieren“, bat er um Verständnis.

Bürgermeister Claus Schacht sagte: „Wir als Verwaltung haben auch mit den Augen gekullert.“ Doch der Hohe Holzweg sei ein Industriegebiet. Durch den B-3-Anschluss erhalte dieses langfristig eine „exponierte Stellung“. Laut Ulrich Schmidt, bei der Landesbehörde für die Bauausführung zuständig, ist ein einseitiges Halteverbot am Hohen Holzweg im Gespräch. Doch nicht nur diese Straße war am Mittwochabend ein Thema. Zwei Stunden lang haben die Besucher Fragen gestellt. Eine Auswahl:

Wäre nicht eine Vollsperrung der Frankfurter Allee besser, um die Arbeiten dort schneller zu erledigen?

Ulrich Schmidt erläuterte, dann müsste der Verkehr auf die Göttinger Chaussee umgeleitet werden. Dort aber fahren zum Beispiel schon Linienbusse.

Wird es Nachbesserungen beim Lärmschutz geben?

„Wir bauen das, was planfestgestellt ist“, sagte Friedhelm Fischer. Alle aktuellen Messungen und Richtlinien würden aber zugunsten der Betroffenen ausgelegt. „Das Ergebnis ist also in der Realität immer ein Stückchen besser.“

Wie schnell darf auf der neuen Umgehungsstraße gefahren werden?

Die Region Hannover teilte gestern auf Anfrage dieser Zeitung mit, dass es noch keine konkreten Festlegungen gibt. Laut Landesbehörde soll nach der bisherigen Planung die Höchstgeschwindigkeit auf den vierspurigen Abschnitten 100 Kilometer pro Stunde betragen und sonst Tempo 70.

Stimmt es, dass von den 14 Losen des Bauprojektes bisher nur wenige vergeben sind?

Ulrich Schmidt zufolge sind zwei Lose vergeben worden, bei einem läuft das Verfahren noch. Die Behörde erwägt, mehrere Lose zusammenzufassen, um Synergieeffekte zu erzielen. Friedhelm Fischer machte deutlich: „Wir stellen keine Brücke in die Landschaft und lassen sie nutzlos stehen.“

Wird es weitere Informationsabende geben?

Die Landesbehörde will wieder für Ende 2016 einladen. Voraussichtlich im Frühjahr 2016 wird es eine Informationsveranstaltung der Infra zum Stadtbahnbau geben. Die Verkehrsproblematik soll auch Thema von Workshops der Stadt sein. Diese Termine stehen noch nicht fest.

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