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Liegt Stadtgrenze bald in günstigerer Tarifzone?

Hemmingen Liegt Stadtgrenze bald in günstigerer Tarifzone?

In welchem Takt werden Busse an die neue Stadtbahn angebunden? Was müssen Anwohner der heutigen B3 beim Lärmschutz beachten? Sind neue Radwege geplant? Die mehr als 30 Teilnehmer in der Reihe Stadtgespräch der Bündnisgrünen am Montagabend im Bürgersaal des Hemminger Rathauses hatten viele Fragen rund um die Stadtbahnverlängerung.

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Die Computersimulation zeigt die Stadtbahn zwischen dem Kirchdamm und der Weetzener Landstraße.

Quelle: Infra

Hemmingen. Rede und Antwort in den anderthalb Stunden standen Martin Vey, Betriebsleiter der Infrastrukturgesellschaft (Infra) Region Hannover, und Christian Weske, Verkehrsingenieur bei der Region.

Die Strecke: Sie ist drei Kilometer lang. Von Ricklingen bis Hemmingen-Westerfeld gibt es sechs Haltestellen, davon vier auf Hemminger Gebiet. Die Kosten betragen etwa 58 Millionen Euro.

Der Bau: „Die Stadtbahn ist quasi schon im Bau“, sagte Weske zur Verwunderung der Zuhörer. In Ricklingen würden bereits Leitungen verlegt. Anders als ursprünglich geplant werde mit der Trasse erst begonnen, wenn die B3-Ortsumgehung fertig sei, also im Jahr 2019. Vey zufolge wird die Bahn innerhalb von etwa zwei Jahren abschnittsweise gebaut. Anlieger sollen in dieser Zeit ihre Grundstücke erreichen können. Eine der ersten großen Bauten, die zu sehen sein werden, ist der Bahnendpunkt an der Weetzener Landstraße mit rund 200 Park-and-Ride-Plätzen.

Die Linie: Hemmingen wird dann durch die Linie 7 bedient, die bis zum Kröpcke in der Innenstadt von Hannover durchfährt. Tagsüber ist ein Zehn-Minuten-Takt geplant, abends verkehrt die Bahn alle 15 Minuten und ab 23 Uhr alle 30 Minuten.

Die Busse: Da die Linie 300 am Bahnendpunkt in Hemmingen-Westerfeld endet, müssen Arnumer und Pattenser dort in die Stadtbahn umsteigen. Der Takt der Linie 300 wird auf die Stadtbahn abgestimmt. Teilnehmer des Stadtgesprächs bedauerten, dass der Friedhof an der Weetzener Landstraße weiterhin nicht ans Busnetz angebunden wird.

Die Tarifgrenze: Können Hemminger ab der Stadtbahn-Haltestelle Saarstraße günstiger fahren, weil diese in der Tarifzone 1 liegen wird? Diese endet heute am Ricklinger Friedhof. Das Thema ist im Verkehrsverbund Großraum-Verkehr Hannover zu entscheiden, auch über den Wunsch einiger Arnumer nach einem Kurzstreckenticket von Arnum bis zum Stadtbahn-Endpunkt in Hemmingen-Westerfeld und weiter bis zum Kirchdamm, wo sich das Rathaus befindet.

Der Schallschutz: „Wir kommen auf Sie zu, wenn die Baumaßnahme läuft“, versprach Martin Vey den Anwohnern. Liege zum Beispiel ein Schlafzimmer zur B3, tausche die Infra in der Regel das jeweilige Fenster gegen eines mit Schallschutz aus – nicht aber bei Räumen mit geringerer Aufenthaltsdauer wie ein Badezimmer. Damit die Bahn leiser laufe, seien an einigen Stellen sogenannte Kurvenschmieranlagen geplant.

Die Radfahrstreifen: Diese sollen auf der Straße angelegt werden – 1,50 Meter breit in Richtung Hannover und 1,75 Meter breit in Richtung Pattensen. „Wer unsicher ist, darf auf dem Gehweg fahren“, erläuterte Weske.

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