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Ehemalige Ratsherren blicken zurück

Devese Ehemalige Ratsherren blicken zurück

Auf politischer Ebene waren sie Gegner, privat sind sie Freunde: Der Stammtisch ehemaliger Ratsmitglieder hat sich zum 100. Mal getroffen. Initiator Ottmar Sturm blickt mit den Ratsherren aus drei Parteien zurück auf die politische Geschichte der Stadt und gemeinsame Aktionen mit dem Stammtisch.

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Ehemalige Ratsherren treffen sich zum 100. Stammtisch: Friedrich Baxmann (von links), Rolf Dralle, Ottmar Sturm, Hans Möller, Horst Bauermeister, Heinfred Baxmann, Hans-Günter Jürgensmeier und Rainer Buthe. Nicht im Bild: Heinrich Lesinski und Günter Schöffel.

Quelle: Tobias Lehmann

Devese. Die Kommunalpolitik spielt kaum eine Rolle, wenn sich der Stammtisch ehemaliger Ratsmitglieder aus Hemmingen einmal im Monat in der Gaststätte Mutter Buermann in Devese trifft. "Wir sind interessiert, aber nicht mehr engagiert", sagt Ottmar Sturm. Er saß früher für die DUH im Rat der Stadt. Nach seinem Ausscheiden aus dem Gremium rief er den Stammtisch ins Leben. "Im Februar 2007 haben wir uns das erste Mal getroffen", sagt er. Neben der DUH sind auch Mitglieder der SPD und der CDU beim Stammtisch vertreten.

Alle erinnern sich noch lebhaft an ihre Zeit im Rat zurück. Wer ihnen zuhört, bekommt einen spannenden Einblick in die politische Geschichte der Stadt. "In den achtziger Jahren waren die Mehrheitsverhältnisse noch schwieriger. Wir haben bei jeder Entscheidung erneut um die Mehrheit gerungen", sagt Horst Bauermeister (SPD). Sein Parteikollege Hans-Günter Jürgensmeier weist darauf hin, dass sich die Stellung des Rats auch verändert habe, als die Stadt Ende der neunziger Jahre einen hauptamtlichen Bürgermeister bekommen hat. Sturm erinnert sich noch daran, dass Diskussionen um Kindertagesstätten immer sehr leidenschaftlich waren. "Mütter hatten sich manchmal in einer langen Reihe vor dem Sitzungsraum aufgebaut, die wir auf dem Weg dorthin passieren mussten. Das war manchmal wie ein sprichwörtlicher Spießrutenlauf", sagt er.

Feste Themen gibt es für die Runde, die zurzeit ausschließlich aus Männern besteht, nicht. Doch Sturm notiert sich jedes Treffen. Deshalb weiß er genau, dass sich der Stammtisch jetzt zum 100. Mal getroffen hat. Manchmal unternehmen die Mitglieder auch gemeinsame Ausflüge in die Region. Sturm erinnert sich an eine Anekdote, die sich um die Fahrt auf einem Traktor dreht. "Da wir in unserer Runde auch Landwirte haben, hatten einige Mitglieder angeregt, doch einmal eine Traktorfahrt zu machen", sagt er. Das stieß bei den Landwirten zunächst nur auf begrenzte Begeisterung. Sturm gewöhnte sich dann an, bei jedem Treffen einen Spielzeugtraktor auf den Tisch zu stellen. "Ich habe kein Wort dazu gesagt, einfach nur den Traktor gezeigt", sagt er mit einem verschmitzten Lächeln. Schließlich kam es dann auch zu der gewünschten Fahrt auf dem Traktor.

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