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Verwaltung weist Kritik an Baugebiet zurück

Arnum Verwaltung weist Kritik an Baugebiet zurück

Die Stadtverwaltung und der Erschließungsträger Glaser-Projekt-Invest haben die Kritik in der jüngsten Seniorenbeiratssitzung zum Arnumer Neubaugebiet zurückgewiesen. „Es läuft 1:1 so wie vom Rat beschlossen“, sagte Bürgermeister Claus Schacht.

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Dieses Haus, in dem sieben altersgerechte Wohnungen entstehen sollen, ist noch im Bau.

Quelle: Andreas Zimmer

Arnum. Zuhörer der Beiratssitzung hatten geäußert, dass sich ihre Erwartungen an altersgerechte Mietwohnungen im Neubaugebiet an der Bockstraße nicht erfüllt haben. Auch der Beirat kritisierte, das altersgerechte beziehungsweise betreute Wohnen ließe zu wünschen übrig. Schacht bat um Geduld, da noch einige altersgerechte Wohnungen entstehen. Der Beirat habe an der Entwicklung des Generationen-Wohngebietes mitgewirkt. „Jetzt die eigene Arbeit zu diskriminieren ist dumm", sagte Schacht. "Diese Art des Umgangs miteinander sind wir nicht gewohnt.“

Der Verwaltungschef und Fachbereichsleiter Axel Schedler verweisen zum Beispiel auf ein Mehrfamilienhaus, das gerade im Bau ist und in dem 14 Wohnungen, davon sieben Sozialwohnungen, entstehen. Auf dem Grundstück des Seniorenheims mitten im Neubaugebiet seien weitere mindestens zehn altersgerechte Wohnungen geplant. Die Suche nach einem Investor dafür dauere an. Nach Auskunft von Volker Hagemann - er wird das neue Arnumer Seniorenheim leiten - sollen in dem Gebäude, das 2017 entstehen soll, betreutes Wohnen, das sogenannte Servicewohnen und Tagespflege angeboten werden.

Schedler machte zudem deutlich: „Es ist zu früh, um ein Urteil über das Baugebiet zu fällen.“ Welche von den Wohnungen, die erst noch auf dem Markt angeboten werden, zur Miete oder zum Kauf sind, müsse sich noch zeigen. Zu dem Vorschlag des Beirates, die Stadt solle künftig Vorschriften im Grundbuch festschreiben, sagte Schedler, dies geschehe im Baugebiet Bockstraße bereits "teilweise". Hinzu kämen Regelungen im Bebauungsplan, in Grundstückskaufverträgen und im städtebaulichen Vertrag.

In dem Neubaugebiet, in dem insgesamt vier Bauherren tätig sind, entstehen mehr als 150 Wohneinheiten von der Wohnung bis zum freistehenden Einfamilienhaus. „Wir wollen es bis Ende 2017/Mitte 2018 mit dem Straßenendausbau abschließen“, erläuterte Patrick Glaser, geschäftsführender Gesellschafter der Firma Glaser-Projekt-Invest. Er schwärmt von einem „wunderschönen gemischten Baugebiet“. So werden voraussichtlich 70 bis 80 barrierefreie beziehungsweise altersgerechte Wohnungen entstehen. „Gewünscht war ausdrücklich kein Altenghetto, sondern ein durchmischtes Wohngebiet für Alt und Jung, eben ein Generationenwohnen.“ Alle Geschosswohnungen seien barrierefrei. Glaser räumte allerdings ein: „Mit dem kleinteiligen Einfamilien- und Reihenhausbau geht es rascher voran als mit dem Geschosswohnungsbau.“

Zur Kritik der Senioren zum Weiterverkauf von Grundstücken erklärte Glaser: „Im Einfamilienhausbereich wurden tatsächlich einige wenige Grundstücke weiter verkauft. Im Bereich des Geschosswohnungsbaus wurde lediglich eine der Gesellschaften mit dem darin enthaltenen Grundstück veräußert.“

Bürgermeister Schacht verwies ferner darauf, dass in Arnum 48 weitere barrierefreie Wohnungen zur Miete geplant sind, allerdings im Zentrum. Nach Informationen dieser Zeitung ist es das Gelände der früheren Alten Schmiede an der Bundesstraße 3.

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