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150 Zuhörer holen sich Tipps zur Hundehaltung

Arnum 150 Zuhörer holen sich Tipps zur Hundehaltung

Großes Interesse: Hundetrainerin Wiltrud Remstedt hat am Mittwochabend in der Wäldchenschule in Arnum rund 150 Zuhörern praktische Tipps zur richtigen Haltung von Hunden gegeben. Auch der Stadt ist daran gelegen, dass die Hemminger ihre Hunde gut erziehen können.

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Ein eingespieltes Team: Wiltrud Remstedt und ihr Hund Percy auf der Bühne in der Wäldchenschule.

Quelle: privat

Arnum. Es war bereits die neunte Veranstaltung, die die Stadtverwaltung zum Thema Hundehaltung organisiert hat. Das hat auch ganz praktische Gründe. Erst in dieser Woche hatte Stadtsprecherin Alexandra Jaeger darüber informiert, dass es zum Beispiel auf den Friedhöfen in Hemmingen immer wieder Ärger mit Hundehaltern und ihren Tieren gebe. Hunde sind dort nicht erlaubt. Jaeger weist darauf hin, dass das Mitführen von Hunden auf Friedhöfen eine Ordnungswidrigkeit ist, die mit bis zu 5000 Euro Strafe geahndet werden kann.

Auch einige Gäste der etwa zweistündigen Veranstaltung am Mittwochabend hatten schon Ärger mit Hunden und ihren Haltern. So erzählte ein Mann von einer Begegnung in Arnum, bei der ihn ein freilaufender Hund in einem Naturschutzgebiet angebellt und der Halter nichts unternommen habe. Remstedt sagte im Gespräch mit dieser Zeitung, dass der Halter sich falsch verhalten habe. Es gebe Orte, da müssten Hunde an der Leine geführt werden. Gemeinsam mit ihrem Parson-Russel-Terrier Percy führte Remstedt den Gästen dann vor, wie das Zusammenspiel zwischen Mensch und Hund sein sollte. 

Im Interview mit dieser Zeitung geht die 62-jährige zertifizierte Hundetrainerin, die eine eigene Hundeschule im Pattenser Stadtteil Oerie betreibt, konkret darauf ein, was Hunde als stressig empfinden und wie Halter damit umgehen sollten.

Welche Umstände lösen bei einem Hund Stress aus?

Das sind Situationen, die er nicht kennt, wenn er zum Beispiel bei einem Waldspaziergang mit Joggern oder Mountainbikern konfrontiert wird. Es können aber auch vorbeifahrende Autos oder Straßenbahnen sein. Auch der plötzliche Übergang von Tageslicht in ein zum Beispiel eher dunkles Lokal sind für einen Hund stressig.

Was kann der Halter dagegen machen?

Der Hund sollte langsam an das Leben des Hundehalters gewöhnt werden. Wenn der Halter häufig im Wald spazieren geht, sollte er sich mit seinem Hund zunächst einen Platz suchen, der dem Hund Sicherheit vermittelt und ihn gleichzeitig aber mit den typischen Begebenheiten des Waldes konfrontiert wie zum Beispiel vorbeilaufende Jogger. Der Hund wird dann nach und nach ein Gefühl für die Situation entwickeln und immer weniger Stress empfinden.

Ist es für Halter nicht schwierig, dem Hund bewusst Stress auszusetzen?

Doch, das ist häufig so. Aber es ist wie mit der Erziehung eines Kindes. Wenn sich dieses entwickeln soll, muss es auch mit neuen Situationen konfrontiert werden. Wichtig ist, dass die Eltern oder eben die Hundehalter dabei sind und ihrem Schützling Sicherheit vermitteln.

Wie reagiert ein Hund, wenn er gestresst ist?

Typische Merkmale sind Hecheln, Ohren anlegen oder Speicheln. Manchmal kommt es auch vor, dass er Fell verliert. Physiologisch passiert das gleiche wie beim Menschen in Stresssituationen. Der Körper stößt Adrenalin und Noradrenalin aus und der Hund schwankt zwischen einer Reaktion aus Angriff und Flucht.

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Ein eingespieltes Team: Wiltrud Remstedt und ihr Hund Percy auf der Bühne in der Wäldchenschule.

Quelle: privat
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