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Netzwerk bietet zweite Deutschstunde an

Hemmingen Netzwerk bietet zweite Deutschstunde an

Das Netzwerk für Flüchtlinge will jetzt auch in Hemmingen-Westerfeld ehrenamtlichen Deutschunterricht anbieten. Die Trinitatisgemeinde stellt dafür im Gemeindehaus der Kirche kostenlos Räume zur Verfügung. Zurzeit werden in Arnum rund 60 Flüchtlinge von 30 Hemmingern in Kleingruppen unterrichtet.

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Spielen während des Unterrichts: Das Netzwerk für Flüchtlinge sucht ehrenamtliche Betreuer für Vorschulkinder.

Quelle: Tobias Lehmann

Hemmingen. Wenn in der Begegnungsstätte an der Göttinger Straße in Arnum jeweils dienstags und donnerstags von 10 bis 12 Uhr Deutsch unterrichtet wird, ist ein beständiges Stimmengewirr in der Luft. Das liegt unter anderem daran, dass die ehrenamtlichen Mitglieder des Netzwerks für Flüchtlinge sich entschieden haben, keinen Frontalunterricht zu geben, sondern die Flüchtlinge in Kleingruppen zu betreuen. Das sei schon allein wegen des unterschiedlichen Wissenstands der Flüchtlinge sinnvoll, erläutern die Projektkoordinatoren Barbara Kiene und Dietrich Westerkamp.

Einige seien Analphabeten, andere kennen nur das arabische Alphabet, manche seien mit dem lateinischen Alphabet vertraut, schreiben aber wie in ihrer Heimat üblich von rechts nach links. "Mit einigen machen wir zunächst praktische Übungen mit der Hand. Sie sollen ein Gefühl dafür bekommen, wie es ist, zu schreiben", sagt Westerkamp. 

Um die zum Teil auch für die Konzentration störende Geräuschkulisse etwas zu mindern, soll der Kurs jetzt aufgeteilt werden. Ein Teil der Flüchtlinge wird weiterhin in Arnum unterrichtet, ein zweiter ab Montag, 30. Mai, im Gemeindehaus der Trinitatiskirche in Hemmingen-Westerfeld. Dort werden die Flüchtlinge immer montags von 15 bis 17 Uhr und donnerstags von 10 bis 12 Uhr geschult. Ein Vorteil des Angebots sei auch, dass viele Flüchtlinge in Hemmingen-Westerfeld wohnen und dann nicht mehr so einen weiten Weg haben. Für die Schutzsuchenden ist das Angebot des Netzwerks freiwillig. Doch viele nehmen regelmäßig an dem Unterricht teil.

Ein weiterer Grund für die beständige Geräuschkulisse sei aber auch die relativ große Anzahl von Kindern, die noch nicht zur Schule gehen und in den Unterricht mitgebracht werden. Deshalb sucht das Netzwerk jetzt ehrenamtliche Kinderbetreuer. Interessenten melden sich bei Barbara Kiene unter der Telefonnummer (05101) 4822.

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