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WBG saniert Wohnanlage für 5 Millionen Euro

Hemmingen-Westerfeld WBG saniert Wohnanlage für 5 Millionen Euro

Die Wohnungsbaugenossenschaft Laatzen (WBG) hat 5,1 Millionen Euro für die Sanierung einer Wohnanlage in Hemmingen-Westerfeld investiert. Die Gebäude befinden sich an der Dorfstraße und Im Dorffeld. Das Geld ist gut angelegt, wie es scheint. Denn die Mieter sind offenbar zufrieden - trotz Mieterhöhung.

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Die Wohnanlage an der Dorfstraße in Hemmingen-Westerfeld ist saniert.

Quelle: Stephanie Zerm

Hemmingen-Westerfeld. Im Schnitt sind die Mieten nach der Sanierung laut WBG-Vorstand Martin Stegen um 12 Prozent erhöht worden. Zahlten die Mieter vor dem aufwendigen Umbau durchschnittlich 5,62 Euro pro Quadratmeter, liegt der Mietpreis nun bei 6,25 Euro.

Mit der Mieterhöhung können die Bewohner der insgesamt 54 Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen offenbar gut leben. "Die Mieterhöhung ist im Rahmen und vollkommen gerechtfertigt", erklärt eine Mieterin, die ihren Namen nicht in der Zeitung genannt werden möchte. Die WBG habe eine gute Isolierung, neue Fenster und "allen Schickimicki" eingebaut, sagte sie.

Das sieht ein anderer Mieter genauso. "Wir sind alle mit der Sanierung sehr zufrieden", erklärt er. Die Wohnungen hätten unter anderem moderne Schallschutzfenster bekommen, so dass kaum noch Lärm von der Straße zu hören sei.

Doch dies ist nicht die einzige Neuerung. Martin Stegen erläutert: "Wir haben die Gebäude aus den sechziger Jahren in zwei Bauabschnitten nach modernsten energetischen Standards saniert." Dazu sei ein mit Biogas betriebenes Blockheizkraftwerk eingebaut worden. Außerdem seien die gesamte Gebäudeaußenhülle, die Kellerdecken und das Dach gedämmt worden. Zusätzlich seien sämtliche Fenster und die Hauseingangstüren erneuert sowie die Treppenhäuser und die Außenanlagen neu gestaltet worden.

Die auffälligste Veränderung des Carrées ist die massive Klinkerfassade. Für die Verschalung wurden Stegen zufolge rund 10.000 Dübel angebracht. 

Da die alten Balkone Kältebrücken zum Mauerwerk bildeten, seien diese abgesägt und durch neue Balkone aus Aluminium ersetzt worden. "Diese sind vor das Gebäude gestellt worden, so dass sie nun von der thermischen Hülle der Häuser getrennt sind", erklärt Stegen. Durch die alten Balkone sei viel Kälte ins Mauerwerk gezogen.

Durch die energetische Sanierung könnten Mieter bis zu 30 Prozent der Betriebskosten sparen, schätzt der WBG-Vorstand. Da jedoch die Energiepreise stark steigen, sei die Ersparnis nicht so hoch.

Die Arbeiten an den Gebäuden haben im Februar 2015 begonnen und sind so gut wie abgeschlossen. "Lediglich die letzten Arbeiten an den Außenanlagen stehen noch aus", sagt Stegen.

Bis auf ein älteres Ehepaar seien alle Mieter während der Sanierung in ihren Wohnungen geblieben - während der Bauarbeiten und auch danach. Wegen der Beeinträchtigung hätte die WBG ihnen während der Sanierung eine Mietminderung gewährt.

Von Stephanie Zerm

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