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Weniger Fahrzeuge sorgen für mehr Effizienz

Hemmingen Weniger Fahrzeuge sorgen für mehr Effizienz

Die Stadt schafft für ihren Bau- und Betriebshof zunehmend Fahrzeuge an, die viele unterschiedliche Funktionen erfüllen können und so vielfältig einsatz sind. Die Verwaltung setzt darauf, auf diese Weise unterm Strich Maschinen und Kosten zu sparen.

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Straßenbauer Marcos Sagheddu spricht am Steuer des neuen Multifunktionsbaggers mit Betriebsleiter Claus Schmidt.

Quelle: Andreas Zimmer

Hemmingen. Im Straßenbild ist er unübersehbar: der neue Schlepper des Betriebshofs der Stadt Hemmingen. Im Pritschenkorb lässt es sich auch in acht Metern Höhe noch gut arbeiten. Der Schlepper ist ein Beispiel dafür, wie die Stadt bis zum Jahr 2020 zwar weniger Fahrzeuge hat, aber trotzdem effektiver arbeitet.

„Wir hätten den Unimog 1:1 ersetzen können“, erläutert Betriebsleiter Claus Schmidt. „Aber das wäre zu einfach gewesen. Wir brauchen jetzt zum Beispiel für das Lichtraumprofil in Straßenräumen keinen Hubsteiger mehr zu leihen und zu bangen, ob das Wetter an dem Tag überhaupt für die Arbeiten geeignet ist.“ Der neue Superschlepper mit modernster Technik - darunter Kameras - sowie kipp- und wechselbarer Ladefläche steht fahrbereit auf dem Hof.

Er wird für den Winterdienst benötigt? Kein Problem. In etwa zehn Minuten ist der Schlepper umgerüstet und hat auch in schmalen Straßen keine Platznot. Auf Friedhöfen muss der Grünschnitt nicht mehr aus den Boxen herausgeschaufelt werden, es reicht künftig, die volle Box gegen eine leere zu tauschen. In Hinblick auf die Personalkosten wirke sich das zum Beispiel auf die Friedhofsgebühr aus, erläutert die Erste Stadträtin Regina Steinhoff. 120 000 Euro kostet der Schlepper, für den Schneepflug und Feuchtsalzstreuer kommen 30 000 Euro hinzu. Laut Steinhoff hätte ein neuer Unimog auch etwa so viel gekostet. Doch mit dem neuen Schlepper seien die Mitarbeiter flexibler.

Durch das „Konzept 2020“ seien ohnehin alle Fahrzeuge besser ausgelastet. Elf Fahrzeuge sollen noch bis zum Jahr 2020 gekauft werden. Bürgermeister Claus Schacht erklärt, 2017 sei es ein Ackerschlepper für 120 000 Euro. Durch dieses multifunktionale Modell könne auf drei der 29 Fahrzeuge des Betriebshofes verzichtet werden. Bei einer 1:1-Beschaffung wären 180 000 Euro angefallen.

Die Stadt hat jetzt für 105.000 Euro auch einen Multifunktionsbagger angeschafft, der den 17 Jahre alten Friedhofsbagger ersetzt. „Mit den Greifern früher konnten wir nur tiefe und eckige Löcher ausbaggern“, erläutert Schmidt. Jetzt könnten schwenkbare sogenannte Tieflöffel, breitere und schmalere, angebracht werden, um etwa Gräben anzulegen. „Der alte Bagger ließ sich auch nicht zur Seite drehen. Mit dem neuen können wir zudem leichte Tätigkeiten verrichten, ohne ständig die Stützen ausfahren zu müssen.“

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